Hessen

Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Fortschreibung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege für 2027

Bei der Unterbringung eines jungen Menschen in Vollzeitpflege ist gemäß § 39 Abs. 1 i.V.m. § 33 SGB VIII bzw. § 35a Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII der notwendige Unterhalt des Kindes oder Jugendlichen außerhalb des Elternhauses sicherzustellen. Der gesamte regelmäßig wiederkehrende Bedarf soll durch laufende Leistungen gedeckt werden, die in der Regel in monatlichen Pauschalbeträgen zu gewähren sind (vgl. § 39 Abs. 2 und 4 SGB VIII). Zur Bemessung spricht der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. alljährlich Empfehlungen aus. Er überprüft dabei die Pauschalbeträge für die Kosten für den Sachaufwand sowie für die Pflege und Erziehung und passt sie einer eventuellen Steigerung der Lebenshaltungskosten der [...]

DV: Unterhalt für Pflegekinder steigt – Benachteiligung von Pflegefamilien beim Elterngeld jetzt beenden

Der Unterhalt für Pflegekinder steigt entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. Die Benachteiligung von Pflegeeltern beim Bundeselterngeld besteht jedoch fort – obwohl der Koalitionsvertrag die Einführung des Elterngeldes für Pflegeeltern vorsieht. Für Familien, die ein Pflegekind im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe aufnehmen und betreuen, steigt ab dem Jahr 2027 der vom zuständigen Jugendamt zu leistende Kindesunterhalt entsprechend den jährlichen Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. zur Fortschreibung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege (§§ 33, 39 SGB VIII). Für den Lebensunterhalt eines Pflegekindes empfiehlt der Deutsche Verein je nach Alter des Kindes zwischen 748 und 1100 Euro. Hinzu kommt ein [...]

Unvergessliche Ferienwochen im Sauerland für 20 Pflege- und Adoptivkinder aus Hessen

Der PFAD (PFlege- und ADoptivfamilien) - Hochtaunuskreis e.V. initiiert erstmalig vom 25. Juli bis 08. August 2026 eine Sommerferien - Freizeit für 20 Pflege- und Adoptivkinder aus Hessen. Die Freizeit wird durch den erfahrenen Veranstalter Wildfang e.V. realisiert und findet in Brilon im Sauerland statt. Die Buchungsmöglichkeit bei Wildfang e.V. steht bereits unter https://www.wildfang-ev.de/icando-hessen/ zur Verfügung. Dort wird auch auf den Förderantrag unter https://pfad-hochtaunuskreis.de/projekte/ verwiesen, der eine Förderung bis auf 200,- Euro Eigenbeteiligung ermöglicht, damit viele Kinder an dieser Reise teilnehmen können. Der PFAD-Hochtaunuskreis möchte Pflege- und Adoptivkindern eigene Erfahrungen und Erholung ermöglichen. Ein Leben im Spannungsfeld von Herkunftseltern, Pflegeeltern, Jugendamt, Ärzten, Therapeuten und Schule kann sehr anstrengend sein. Kinder, die [...]

Hessen unterstützt Fort- und Weiterbildung von Pflegeeltern

Staatssekretärin Strube übergibt Bescheid für Weiterentwicklung des E-Learning-Programms an Marburger St. Elisabeth-Verein Die Landesregierung weitet die Unterstützung von Pflegefamilien in Hessen aus und fördert die Entwicklung neuer Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Dafür hat Sozialstaatssekretärin Manuela Strube am Dienstag in Marburg einen Bescheid in Höhe von 110.000 Euro an den St. Elisabeth-Verein übergeben, der als Träger ein E-Learning-Programm für Pflegefamilien bereitstellt. Dieses Tool wurde unter wissenschaftlicher Begleitung der Philipps-Universität Marburg von 2021 bis 2025 im Rahmen einer Vollförderung durch das Hessische Sozialministerium (HMSI) entwickelt, erprobt und implementiert. Mit den nun überreichten Fördermitteln sollen zwei anknüpfende Module entwickelt und hessischen Pflegefamilien und Jugendämtern kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Familien, die nicht in Hessen [...]

Von |2026-02-26T19:08:02+01:0026. Februar 2026|Fortbildung, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie|

Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Fortschreibung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege für 2026

Die Pauschalbeträge für Pflegeeltern steigen entsprechend der jährlich vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. veröffentlichten Empfehlungen. Für das Jahr 2026 empfiehlt der Deutsche Verein eine Anhebung des Pauschalbetrags für die Pflege und Erziehung auf 439,– € (+ 9 €). Für den Sachaufwand (Unterhalt des Pflegekindes) gelten im nächsten Jahr diese monatlichen Pauschalen: für ein 0-6-jähriges Pflegekind 764 € (+ 16 €) für ein 6-12-jähriges Pflegekind 923 € (+ 39 €) für ein 12-18-jähriges Pflegekind 1072 € (+ 22 €) Darüber hinaus ist zu beachten, dass Ausgaben, die rechtlich nicht als regelmäßig wiederkehrender Bedarf im Sinne des § 39 Abs. 3 SGB VIII zu werten sind, nicht vom [...]

Fachtagung: „Voll (der) Standard ?! Pflegekinder im Fokus der Traumapädagogik“ am 13./14.11.2025 in Frankfurt am Main

"Voll (der) Standard ?! Pflegekinder im Fokus der Traumapädagogik" heißt die Fachtagung des Fachverband Traumapädagogik e. V. am 13./14.11.2025 in Frankfurt am Main. Die Tagung widmet sich der zentralen Frage, wie traumapädagogische Standards in der Pflegekinderhilfe etabliert und weiterentwickelt werden können. Geboten werden interessante Vorträge, Workshops und eine Talkrunde mit Expert*innen. nähere Informationen

PFAD Umfrage zur Einführung von Schutzkonzepten in der Pflegekinderhilfe

Das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz von 2021 sah deutliche Verbesserungen bei Schutz und Beteiligung von Kindern in Pflegefamilien vor. Es führte Schutzkonzepte und Möglichkeiten der Beschwerde ein und verankerte Ombudsstellen als externe und unabhängige Anlaufstellen für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern. Die Landesjugendämter entwickelten eigene fachliche Empfehlungen für Schutzkonzepte in der Pflegekinderhilfe, an denen sich die Jugendämter und freien Träger orientieren können. Mit diesen Weiterentwicklungen erhöhten sich die Anforderungen an die Pflegepersonen und deren Unterstützung und Begleitung durch die Pflegekinderdienste der Jugendämter und freien Träger. Denn jede Pflegefamilie und die Pflegekinder sind an der Ausgestaltung des Schutzkonzeptes zu beteiligen. Wir möchten gerne zusammentragen, was davon konkret bei den Pflegefamilien angekommen ist. [...]

Janine Kunze und Shary Reeves – Zwei prominente ehemalige Pflegekinder rührten ihr Publikum

Tränen sollen gekullert sein, als Janine Kunze und Shary Reeves bei einem erfolgreichen Abend rund ums Thema Pflegefamilien ihre Erfahrungen als Pflegekinder teilten. Die beiden TV-Moderatorinnen und Schauspielerinnen lasen in Wetzlar aus ihren Büchern. Janine Kunze aus „Geschenkte Wurzeln“ und Shary Reeves aus „Ich bin nicht farbig“. Veranstaltet wurde dieser unterhaltsame und informative Abend vom Förderverein „Space Party Crew against Aids“, dessen Vorsitzender Torsten Weicker selbst Pflegevater ist. Hessens Sozialministerin Heike Hofmann (SPD) zollte als Schirmherrin des Abends allen Pflegefamilien „größten Respekt“ – für den Mut und die Anstrengung, ein Kind, das Verlust, Unsicherheit und Vernachlässigung erfahren hat, in ihr eigenes Leben aufzunehmen und ihm Liebe, Sicherheit und Vertrauen zu [...]

Von |2024-11-11T21:38:14+01:0011. November 2024|Adoptivfamilie, Hessen, Pflegefamilie, Verschiedenes|

Bundesrat fordert Elterngeldanspruch für Pflegeeltern

Wir freuen uns sehr über diese großartige Entwicklung! Der Bundesrat stimmte heute dem Entschließungsantrag von Schleswig-Holstein - unterstützt durch die Länder Berlin, Rheinland-Pfalz und Thüringen - zu, einen Elterngeldanspruch auch für Pflegeeltern aus dem Bundeshaushalt zu schaffen. Auch wenn dieser Entschließungsantrag gegenüber der Bundesregierung nur einen auffordernden Charakter hat, gibt uns diese Entscheidung wieder Hoffnung, dass die Regierung ihren eigenen Plan, noch in dieser Legislaturperiode den Kreis der Anspruchsberechtigten auf Elterngeld um Pflegeeltern zu erweitern, doch noch umsetzt. Wir sind sehr stolz darauf, dass der stetige Einsatz des PFAD Bundesverbandes Früchte trägt. Unser langjähriges Engagement für die Rechte und Bedürfnisse von Pflegeeltern hat zu diesem wichtigen Schritt beigetragen. Diese Entwicklung [...]

Hessen: Zahl der Kindeswohlgefährdungen auf neuem Höchststand

Die Jugendämter in Hessen haben im Jahr 2023 rund 17 770 Gefährdungseinschätzungen durchgeführt. Das waren 7 Prozent mehr als im Vorjahr. In gut jedem dritten Fall (35 Prozent) stellten sie eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung fest. Das entsprach insgesamt 6 200 Fällen und war ein neuer Höchststand. 2022 hatte es mit insgesamt 5 600 Fällen noch 10 Prozent weniger festgestellte Kindeswohlgefährdungen in Hessen gegeben. In 47 Prozent der Fälle von Kindeswohlgefährdung stellten die Jugendämter im Jahr 2023 psychische Misshandlungen, in 48 Prozent Vernachlässigung, in 29 Prozent körperliche Misshandlungen und in 5 Prozent Anzeichen sexueller Gewalt fest. Knapp die Hälfte (46 Prozent) aller Gefährdungseinschätzungen betrafen Kinder unter sieben Jahren. In 705 [...]

Von |2024-11-26T13:08:53+01:0014. Oktober 2024|Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|
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