Jugendhilfe

Stiftung zum Wohl des Pflegekindes: 27. Tag des Kindeswohls am 11.05.2026 in Erfurt

Am 11.05.2026 lädt die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes zum 27. Tag des Kindeswohls nach Erfurt ein. In diesem Jahr drehen sich die Fachvorträge renommierter Referent*innen um das Thema "Beteiligung zum Wohl des Kindes - was Pflegekinder brauchen und was Pflegeeltern und Fachkräfte tun können". Es erwarten Sie praxisnahe Impulse für die tägliche Arbeit, gemeinsame Reflexion über eine Beteiligung zum Wohl des Kindes, ein Austausch mit Kolleg*innen aus Pflegekinderhilfe, Jugendhilfe und angrenzenden Arbeitsfeldern. Einen besonderen Programmpunkt bilden die Verleihung des Förderpreises der Stiftung und des Dr. Arnim Westermann Preises. Weitere Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung unter https://stiftung-pflegekind.de/events/27-tag-des-kindeswohls-11-05-2026/

Von |2026-04-07T20:55:52+02:007. April 2026|Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke|

Destatis: Zahl junger Menschen in Heimen und Pflegefamilien 2024 weiter gestiegen

134 000 junge Menschen in Heimen und 87 500 in Pflegefamilien Mit insgesamt rund 221 500 Betroffenen 3 % mehr als 2023 Herkunftsfamilien: Eltern in fast jedem zweiten Fall alleinerziehend WIESBADEN – Im Jahr 2024 wurden bundesweit rund 134 000 junge Menschen in einem Heim und knapp 87 500 in einer Pflegefamilie betreut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wuchsen damit zusammen rund 221 500 Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene zumindest zeitweise außerhalb der eigenen Familie auf. Gegenüber 2023 ist die Zahl der Betroffenen um 3 % oder rund 7 000 Fälle gestiegen. Nach fünf Jahren Rückgang war dies bereits der zweite Anstieg in Folge (2023: +4 %). Ein Grund für die erneute Zunahme sind die Entwicklungen rund um ehemals unbegleitet eingereiste Minderjährige: Nach einer vorübergehenden Inobhutnahme durch [...]

Bundesfachverbände für Erziehungshilfen: Recht auf individuelle Aufarbeitung verlässlich umsetzen

Die Bundesfachverbände für Erziehungshilfen AFET , BVkE , EREV und IGfH haben am 12. Februar 2026 ein Positionspapier zur Weiterentwicklung der bundesrechtlichen Rahmenbedingungen der Aufarbeitung in der Kinder- und Jugendhilfe veröffentlicht: Mit § 9b SGB VIII hat der Bundesgesetzgeber erstmals einen eigenständigen Rechtsrahmen für individuelle Aufarbeitungsprozesse geschaffen. Die Norm setzt wichtige Impulse, bleibt jedoch in ihrer Ausgestaltung unbestimmt und wirft Fragen auf. Es bedarf einer Präzisierung der bundesrechtlichen Rahmenbedingungen und finanziellen Absicherung, um das Recht auf Aufarbeitung nicht nur normativ zu verankern, sondern auch praktisch wirksam werden zu lassen. Folgende Eckpunkte werden in der Positionierung diskutiert: Recht auf (Biografie-)Aufarbeitung Bundesweite Leitlinien unter Beteiligung Betroffener Anspruch auf Begleitung bei der Einsichtnahme [...]

Bundesweite Befragung des Universitätsklinikums Ulm: 90 Prozent der teilnehmenden Jugendämter melden Engpässe bei Pflegefamilien

Jugendämter haben es immer schwerer, Pflegefamilien zu finden – Unterstützungsangebote für Pflegefamilien sind ausbaufähig Nicht alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland können bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen, aus ganz unterschiedlichen Gründen: So kann beispielsweise eine schwere Erkrankung oder der Tod eines Elternteils dazu führen, dass ein Kind in einer Pflegefamilie untergebracht wird. Ebenso aber auch mangelnde Erziehungsfähigkeit der Eltern oder sogenannte Unversorgtheit, etwa bei minderjährigen Flüchtlingen, die unbegleitet nach Deutschland einreisen. Prof. Dr. Dr. Christian Bachmann, Klinik für Kinder-​ und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Ulm, leitet die bundesweite Studie zu Pflegefamilien und Unterstützungsangeboten. (Foto: Muenchbach)| Derzeit leben etwa 90.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland in Pflegefamilien. Pflegeeltern zu sein [...]

Von |2026-02-25T17:37:42+01:0025. Februar 2026|Bewerber, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie|

Forschungsvorhaben iWS-Pflegeelternmonitor®

Der iWS-Pflegeelternmonitor® ist ein vom Institut für wirkungsvolle Sozialarbeit verantwortetes Forschungsvorhaben, welches in Kooperation mit dem Bundesverband für Pflege- und Adoptiveltern e.V. umgesetzt wird. Ausgangslage: Ohne Pflegeeltern gibt es keine Pflegekinder. Gerade in aktuellen Zeiten jährlich steigender Kindeswohlgefährdungen braucht es starke Pflegeeltern, um den Kindern gute Entwicklungschancen in einer Familie zu ermöglichen. Inwieweit Pflegeeltern dazu in der Lage sind, hängt auch von der Zusammenarbeit mit und der Unterstützung durch das Jugendamt, freie Träger und Vormund ab. Zielstellung: Der iWS-Pflegeelternmonitor® soll Aufschluss darüber geben, wie und wodurch Pflegeeltern in der Wahrnehmung ihrer Verantwortung für das Wohlergehen und die Entwicklung des Pflegekindes gestärkt oder geschwächt werden. Der Fokus liegt auf Schnittstellen in [...]

PFAD Fachzeitschrift 1/2026: “Selbsthilfe – ein Selbstläufer?”

Neues Design, neue Rubriken – und ein Jubiläumsjahr, das Geschichte schreibt Mit der ersten Ausgabe des Jahres 2026 startet der PFAD Bundesverband in ein ganz besonderes Jahr: 50 Jahre PFAD. Passend zum Jubiläum erscheint unsere Fachzeitschrift in einer komplett überarbeiteten, erweiterten und farbigen Gestaltung. Mehr Seiten, neue Rubriken und eine moderne, klare Aufmachung machen die PFAD Fachzeitschrift noch lesefreundlicher und fachlich vielseitiger. Schwerpunkt: Selbsthilfe – ein Selbstläufer? Im Titelthema widmen wir uns der Frage, wie Selbsthilfegruppen in der Pflege- und Adoptivkinderhilfe heute arbeiten, welche Herausforderungen sie tragen und welche Kraft in gemeinschaftlichem Engagement steckt. Die Ausgabe beleuchtet das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven: Über Selbsthilfe hinaus: PFAD als Selbstvertretung – ein [...]

PFAD Stellungnahme: Bundesweite Kürzungen von erhöhten Pauschalbeträgen zur Anerkennung der Erziehung und Pflege (§ 39 SGB VIII) ohne Veränderungen des tatsächlichen Mehrbedarfs von Pflegekindern

PFAD Berlin, 23. Januar 2026 Stabile und entwicklungsfördernde Lebensbedingungen für junge Menschen in der Bereitschafts- und Vollzeitpflege bedürfen neben u.a. dem persönlichen Engagement, hoher sozialer Kompetenzen und Fachwissen von Pflegeeltern sowie einer verlässlichen und professionellen Beratung durch die Pflegekinderhilfe auch einer bedarfsgerechten finanziellen Absicherung durch die öffentliche Jugendhilfe. Kommt die öffentliche Jugendhilfe dieser Absicherung bei Pflegeverhältnissen mit Mehrbedarf nicht nach, gefährdet sie damit nicht nur die Existenz von Pflegefamilien, sondern auch die Infrastruktur der erzieherischen Hilfen. Finanzierung von Pflegeverhältnissen über verschiedene Pauschalbeträge § 39 SGB VIII regelt die „Leistungen zum Unterhalt des Kindes oder des Jugendlichen“, wenn der junge Mensch außerhalb der Herkunftsfamilie, z.B. in einer Pflegefamilie, lebt. Diese als [...]

PFAD Stellungnahme zur Tagesschau-Meldung vom 14.01.2026: „Wenn das Jugendamt das Kind von der Kita holt“

PFAD Berlin, 20.01.2026 Uns macht die Nachricht über die Abholung eines Pflegekindes aus dem Kindergarten durch das Jugendamt ohne Wissen der Pflegeeltern sowie ohne Vorwarnung fassungslos. Wir schätzen diese Art der Verfahrenspraxis durch die öffentliche Jugendhilfe als fachlich äußerst bedenklich ein. Wir wissen, dass die Inobhutnahme eines Kindes aus seiner Herkunftsfamilie eine hoheitliche Aufgabe ist, welche ein Jugendamt zur Sicherstellung des Kindeswohls durchführt. Dies ist verbunden mit der Abwägung über den notwendigen Eingriff durch das Jugendamt. Hieraus resultiert die teilweise umgesetzte Praxis, ein betroffenes Kind während der Betreuungszeit aus der Kindertagestätte abzuholen, um im Rahmen der Krisenintervention dem Kind zusätzliches Leid und Eskalation mit den Herkunftseltern in der familiären Wohnung [...]

Bayern: Neue Landesombudsstelle nimmt Arbeit auf

Die neue Landesombudsstelle Bayern beim Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) unterstützt junge Menschen und Familien bei Konflikten mit Jugendämtern und Trägern der Kinder- und Jugendhilfe. Sie bietet unabhängige, weisungsungebundene Beratung, informiert über Rechtsansprüche sowie Handlungs- und Beteiligungsmöglichkeiten und hilft, Konflikte niedrigschwellig zu klären. Ziel ist es, Betroffene zu stärken und Lösungswege aufzuzeigen. Die Landesombudsstelle nahm am 2. Januar 2026 ihre Arbeit auf. Die Beratung ist kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym. Weitere Informationen unter www.landesombudsstelle.bayern.de.

PFAD Fachinformation zum grenzüberschreitenden Umzug mit einem Pflegekind

Anhand eines Beispielfalls erläutern wir, was Pflegeeltern beachten und wie sie vorgehen müssen, wenn sie mit ihrem Pflegekind ins Ausland ziehen möchten. Praxisbeispiel Lara lebt seit ihrem 10. Lebensmonat bei Familie Schneider als Pflegekind. Jetzt ist Lara 6 Jahre und die Einschulung steht demnächst an. Laras Pflegevater arbeitet in einer Firma, die hochwertige Maschinen montiert. Beruflich soll er für die nächsten 5 Jahre nach Frankreich gehen. Laras Pflegemutter arbeite als Übersetzerin und ist nicht ortgebunden. Familie Schneider möchte gemeinsam mit Lara ihren Wohnort nach Frankreich verlegen. Bisher leben Sie im Bundesland Hessen. Doch so einfach geht das nicht. Eine Pflegefamilie ist keine Adoptivfamilie. Auch wenn Herr und Frau Schneider die [...]

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