Jugendhilfe

PFAD Stellungnahmen zu Gesetzentwürfen des BMJV

In dieser Woche hat der PFAD Bundesverband zwei Stellungnahmen an das Bundesjustizministerium gesendet. Inhaltlich geht es in diesen um eine ganze Reihe bevorstehender Gesetzesentwürfe, welche auch Einfluss auf die Rechtsstellung und den Alltag von Pflegekindern und -familien haben werden. Gelobt wurde u. a. der bessere Schutz von Pflegekindern vor einer ungerechtfertigten Herausnahme aus der Pflegefamilie. Kritisiert wurde u. a. die fehlende Möglichkeit des Beschwerdewegs von Pflegeeltern. Auch bleiben noch wichtige Punkte u. a. zu Adoptionsthemen unbeantwortet. Insgesamt bewerten wir die zu erwartenden Änderungen für Pflegefamilien als tendenziell positiv, nicht zuletzt auch, weil wir eine positive Haltung der ministeriellen Ebene zum Pflegekindschaftsrecht wahrnehmen. Pflegefamilien werden nun auch im BGB nicht mehr [...]

Zahl der Adoptionen sinkt im Jahr 2025 auf niedrigsten Stand seit der deutschen Vereinigung

Langfristiger Rückgang setzt sich fort: Zahl der Adoptionen sinkt 2025 um 4 % gegenüber dem Vorjahr auf 3 517 adoptierte Kinder Trend zur Stiefkindadoption bei gleichgeschlechtlichen Frauenpaaren hält an Fremdadoptionen, Adoptionsbewerbungen und zur Adoption vorgemerkte Kinder ebenfalls auf historischen Tiefstwerten WIESBADEN – Die Zahl der Adoptionen in Deutschland ist im Jahr 2025 auf den tiefsten Stand seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 gesunken: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden im Jahr 2025 bundesweit 3 517 Kinder adoptiert. Das waren 4 % oder 145 weniger Kinder als im Vorjahr. Damit setzte sich der langfristige Rückgang der Adoptionen in Deutschland weiter fort: Seit sich die Fallzahl von ihrem Höchststand im [...]

Berliner Gesetzesänderungen für Pflegekinder sollen über Bundesregelungen hinausgehen!

Positive Meldungen aus der Pflegekinderhilfe sind rar, daher berichten wir mit Freude auch über vielversprechende Entwicklungen, heute aus der Hauptstadt. Der aktuelle Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Berliner Kinder- und Jugendhilfe (sogenanntes Jugendhilfe-, Familien- und Jugendfördergesetz) sieht vor: Zukünftig ist bei der Prüfung für eine Unterbringung des Kindes die Möglichkeit eines Pflegeverhältnisses gegenüber einer stationären Wohngruppenunterbringung in Vorrang zu stellen (Einfügung in § 25 Abs. 1 Satz 2). Zudem ist mit Volljährigkeit des Kindes vom Jugendamt sicherzustellen, dass es zu keinem Hilfeabbruch für den jungen Erwachsenen kommt, solange weiterhin ein Jugendhilfebedarf besteht (neuer Absatz 3a in § 25). Beide Gesetzesänderungen gehen über eher allgemeine Bundesregelungen im SGB VIII hinaus und stärken [...]

NRW: Inobhutnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen 2025 um rund 18 % gesunken

Fast 14.200 Inobhutnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen 2025 Rund 44 % weniger Inobhutnahmen aufgrund unbegleiteter Einreise aus dem Ausland Zahl regulärer Inobhutnahmen dagegen leicht gestiegen – Jungen um 10 % weniger, Mädchen dagegen 12 % häufiger betroffen als im Vorjahr Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2025 haben die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen fast 14.200 Inobhutnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vorgenommen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das rund 18 % weniger Schutzmaßnahmen als im Jahr 2024. Damals waren es rund 17.300 gewesen. Damit sank die Zahl der Inobhutnahmen erstmals seit dem Jahr 2021 wieder unter 16.000 Fälle. Die Jugendämter nehmen Inobhutnahmen vor, wenn ein [...]

Von |2026-06-23T11:58:45+02:0023. Juni 2026|Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Statistik|

Brandenburg: Rückgang der Inobhutnahmen in 2025

Im Jahr 2025 wurde die Zahl der Inobhutnahmen in Brandenburg auf insgesamt 1.753 Fälle gesenkt, was einem Rückgang von 15,3 % entspricht. Die Mehrheit der Maßnahmen (1.018 Fälle) war auf eine dringende Kindeswohlgefährdung zurückzuführen. Weitere 426 Kinder und Jugendliche wurden aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland in Schutz genommen. Die Altersgruppe der 14- bis unter 18-jährigen Jugendlichen war mit 59 % am häufigsten vertreten. In 24 % der Fälle veranlasste die Schutzmaßnahme die Polizei, das Gericht bzw. die Staatsanwaltschaft und in 22 % der Fälle wurde das Kind bzw. der Jugendliche selbst aktiv und regte die Maßnahme an.

Von |2026-06-23T13:11:49+02:0019. Juni 2026|Brandenburg, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

Berlin: Rückgang der Inobhutnahmen in 2025

Im Jahr 2025 verzeichnete Berlin mit insgesamt 3.298 Inobhutnahmen von Kindern und Jugendliche einen Rückgang von 30,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Wegen dringender Kindeswohlgefährdung erfolgte die Inobhutnahme für 1.343 Kinder und Jugendliche und aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland wurden 1.553 Kinder und Jugendliche vorläufig in Schutz genommen. Mit einem Anteil von 72 % bildeten die 14- bis unter 18-Jährigen die am stärksten vertretene Altersgruppe. Die Schutzmaßnahmen wurden zu 28 % durch soziale Dienste oder das Jugendamt initiiert. In 34 % der Fälle ging der Anstoß unmittelbar vom betroffenen Kind oder Jugendlichen aus. Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vom 19.06.2026

Von |2026-06-23T13:07:19+02:0019. Juni 2026|Berlin, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

Hamburg: Bessere Rahmenbedingungen zeigen Wirkung!

Radio Hamburg berichtet in einem Artikel vom 15.06.2026, dass in Hamburg die Zahl der Pflegekinder steigt und ein wichtiger Grund dafür verbesserte Rahmenbedingungen für Pflegefamilien sind. Zusätzliche finanzielle Unterstützung und bessere Förderung machen es mehr Menschen möglich, Kinder aufzunehmen, insbesondere in der Bereitschaftspflege. Trotzdem bleibt der Bedarf an Pflegefamilien weiterhin hoch.

Weitere Gesetzesänderungen im Familienrecht erwartet – PFAD ist mit dabei!

Bereits seit mehreren Jahren gibt es bundesweite Bestrebungen für ein Kindschaftsmodernisierungsgesetzes (KiMoG), welches auch Einfluss auf die Rechtsstellung von Adoptiv- und Pflegeeltern sowie der bei ihnen lebenden jungen Menschen haben wird. Auf Grundlage eines im Mai verabschiedeten Referentenentwurfs des Bundes wurden die Änderungen und Neufassungen heute am 15.06.2026 im Bundesjustizministerium diskutiert. Über 80 Teilnehmer*Innen aus 50 Verbänden folgten der Einladung zur digitalen Verbändeanhörung, bei welcher natürlich auch der PFAD Bundesverband vertreten war. Neben Änderungen zur Stärkung des Kindeswohls und dem Schutz vor häuslicher Gewalt wurden heute auch zentrale Themen der Adoptions- und Pflegekinderhilfe diskutiert. Wir sehen das Recht von Eltern und jungen Menschen gestärkt, z.B. durch die Ausdifferenzierung des Begriffs [...]

Neue Videodokumentation: Anders stark. Lebenswege junger Menschen mit FASD

Das Fachzentrum für Pflegekinder mit FASD Köln der Erziehungsbüro Rheinland gGmbH hat eine neue Videodokumentation herausgebracht. Junge Menschen mit FASD öffnen die Türen zu ihrer Welt mit ihren Herausforderungen, Wünschen und Träumen. Sie teilen ihre Perspektive und machen sichtbar, was im Alltag oft verborgen bleibt. Dabei sind sie weit mehr als nur Menschen mit der Diagnose FASD. Im Mittelpunkt steht der Wunsch nach einem möglichst selbstbestimmten, glücklichen Leben. Selbstbewusst benennen sie ihre Ressourcen und Stärken, die ihnen dabei helfen ihren Weg zu finden. Gleichzeitig zeigen ihre Geschichten, welchen Barrieren Menschen mit der nicht sichtbaren Behinderung FASD begegnen. Ein bewegender Einblick in unterschiedliche Lebensphasen – für mehr Anerkennung, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe. [...]

PFAD: Wir wollen nicht wieder von vorne anfangen!

Einbezug der vorliegenden Expertisen zur Pflegekinderhilfe in die Reformmaßnahme des BMBFSFJ – JETZT! Auf Einladung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend war auch der PFAD Bundesverband am 01.06.2026 in Berlin zum großen Pflegekinderhilfe-Austausch vor Ort. Es wurden in mehreren Arbeitsgruppen wichtige Herausforderungen und Lösungsansätze aus dem Kreis der Expert*innen der Pflegekinderhilfe identifiziert. Dazu gehörten der flächendeckende Ausbau der Beratungsangebote für Pflege- und Herkunftseltern sowie Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten von Pflegekindern, aber auch finanzielle Themen wie das Elterngeld für die finanzielle Absicherung von Pflegeeltern. Die beiden PFAD Fachreferent*innen Simon Hilmes M.A. und Dr. Carmen Thiele mit Regierungsdirektorin Dr. Carolin Söfker (BMBFSFJ - Leiterin des Referats 612,Recht der Kinder- [...]

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