Kinderschutz

Warum es sich für Pflege- und Adoptivfamilien lohnt, eine bundesweite Interessensvertretung zu haben

Standpunkt der PFAD Bundesvorsitzenden Ulrike Schulz, aus der PFAD Fachzeitschrift 03/2026 Wenn man an Pflegefamilien oder Adoptivfamilien denkt, sieht man oft zuerst die einzelne Familie vor sich mit ihrem Engagement, ihrer Fürsorge und Bereitschaft, Verantwortung für ein oder sogar mehrere familienbedürftige Kinder zu übernehmen. Sie richten ihr Leben oft bewusst an den Bedürfnissen der Kinder aus und nehmen dafür manche Herausforderungen und auch Einschränkungen auf sich. Weniger sichtbar ist, dass hinter vielen Erfolgen für die Kinder und ihre Familien auch starke Netzwerke und Zusammenschlüsse stehen - aus Menschen, die sich noch über ihre eigene Familie hinaus engagieren. Seit 50 Jahren übernimmt PFAD diese Aufgabe. Als Fachverband, Selbstvertretung und Interessenvertretung [...]

Bundesverband FASD: Kinderschutz darf FASD nicht länger übersehen

Die Stellungnahme des Bundesverband FASD e. V. "Kinderschutz darf FASD nicht länger übersehen" vom 03.09.2026 macht deutlich, welche Folgen es haben kann, wenn eine Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD) bei Kindern und Jugendlichen unerkannt bleibt. Statt passender Unterstützung erleben viele Betroffene Missverständnisse, Überforderung und unangemessene Erwartungen. Der Artikel fordert, FASD, Trauma und Neurodivergenz konsequent in Kinderschutz, Hilfeplanung, Schule, Jugendhilfe und Justiz mitzudenken. Denn wirksamer Kinderschutz beginnt dort, wo Verhalten verstanden und nicht vorschnell bewertet wird.

Destatis: Jugendämter melden 10 % mehr Kindeswohlgefährdungen im Jahr 2025

Fallzahl steigt weiter: vierter Höchststand in Folge mit rund 79 800 Fällen Gut jedes vierte betroffene Kind war höchstens vier Jahre alt Verdachtsmeldungen mit 268 300 Fällen ebenfalls auf neuem Höchststand WIESBADEN – Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen ist das vierte Mal in Folge auf einen neuen Höchststand gestiegen: Im Jahr 2025 haben die Jugendämter in Deutschland bei rund 79 800 Kindern oder Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung durch Vernachlässigung, psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt festgestellt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 10 % oder rund 7 000 Fälle mehr als 2024. Damit hat sich die Fallzahl seit Beginn der Zählung im Jahr 2012 mehr als verdoppelt - damals lag sie [...]

Von |2026-09-15T18:01:44+02:0015. August 2026|Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

BbP veröffentlicht Journal #2 „Inklusiver Kinderschutz in der Pflegekinderhilfe“

In der Veröffentlichungsreihe des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder (BbP) zum inklusiven Kinderschutz ist jetzt das Journal #2 erschienen. Es trägt den Titel „Inklusiver Kinderschutz in der Pflegekinderhilfe“ und beschreibt auf 68 Seiten kein neues, aber ein bislang unzureichend ausgeleuchtetes Handlungsfeld. Es bündelt Perspektiven, Erfahrungen und fachliche Reflexionen aus der inklusiven Pflegekinderhilfe, um einen differenzierten Blick auf Kindeswohlgefährdungen bei Kindern mit Behinderung zu ermöglichen. Das Heft steht kostenfrei als Download zur Verfügung. Journal #2 (pdf, 4,5 MB)   Das im Mai 2025 veröffentlichte Journal #1 trug den Titel „Strukturelle Kindeswohlgefährdungen erkennen“. Es dient Fachleuten und Interessierten gleichermaßen als Arbeits- und Inspirationshilfe und kann ebenfalls kostenlos heruntergeladen werden: Journal #1 (pdf, 2,4 MB)

Kinderschutz: Zahl der Inobhutnahmen im Jahr 2025 um 18 % gesunken

Inobhutnahmen aufgrund unbegleiteter Einreisen binnen eines Jahres von 30 800 auf 16 500 Fälle fast halbiert Erneut mehr körperliche und psychische Misshandlungen - besonders an Mädchen Widersprüche von Sorge- und Erziehungsberechtigten bei Verdacht auf Vernachlässigungen und Gewalt am häufigsten WIESBADEN – Im Jahr 2025 haben die Jugendämter in Deutschland rund 56 900 Kinder oder Jugendliche zu ihrem Schutz vorübergehend in Obhut genommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 18 % oder rund 12 600 weniger Jungen und Mädchen als im Jahr zuvor. Bereits 2024 hatte es einen Rückgang der Inobhutnahmen um 7 % oder 5 100 Fälle gegeben. Damit ist die Fallzahl innerhalb von zwei Jahren um rund [...]

Von |2026-07-27T17:09:51+02:0027. Juli 2026|Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

Berlin und Brandenburg: Deutlicher Zuwachs der Kindeswohlgefährdungen

Ein Viertel mehr in Brandenburg, 5 % mehr in Berlin Vernachlässigung häufigste Form der Kindeswohlgefährdung Mehrheit der Betroffenen jünger als 14 Jahre Die Jugendämter in Berlin und Brandenburg führten im Jahr 2025 insgesamt bei 33.291 Kindern und Jugendlichen ein Verfahren wegen Kindeswohlgefährdung durch. Davon waren 22.434 Berliner und 10.857 Brandenburger Kinder und Jugendliche betroffen, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Das waren in Berlin 1.161 Verfahren bzw. 5,2 % und in Brandenburg 2.356 Verfahren bzw. 27,7 % mehr als 2024. In Berlin wurden bei 16 % der Betroffenen eine akute Gefährdung festgestellt, bei der eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls bereits eingetreten war oder mit hoher [...]

NRW: Einschätzungen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung nahmen 2025 um 11 % zu

Rund 75.300 gemeldete Verfahren zur Einschätzung von Kindeswohlgefährdung In rund einem Viertel der Fälle lag eine akute oder eine latente Gefährdung des Kindeswohls vor Vernachlässigung war häufigste Form der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdung Düsseldorf (IT.NRW). Die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen haben im Jahr 2025 im Rahmen ihres Schutzauftrags in rund 75.300 Fällen eine Einschätzung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vorgenommen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Fallzahl damit rund 11 % höher als ein Jahr zuvor. 2024 hatte es rund 68.000 Verfahren gegeben. Im Vergleich zu 2020 ist die Zahl sogar um rund 39 % gestiegen. Damals hatte die Zahl bei rund 54.300 Gefährdungseinschätzungen gelegen. Die Fälle, [...]

Bayern: Zahl der Kindeswohlgefährdungen steigt im Vergleich von 2020 auf 2025 um rund zehn Prozent

Schweinfurt. Die Kinder- und Jugendhilfe ist im Achten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII) geregelt und umfasst Leistungen zum Wohl und Schutz von Minderjährigen sowie deren Familien. Das Bayerische Landesamt für Statistik veröffentlicht die aktuellen Zahlen für das Jahr 2025 zu den Maßnahmen, die für den Erhalt des Kindeswohls gesetzlich vorgesehen sind. Ein Viertel der abgeschlossenen Gefährdungseinschätzungen von Kindern und Jugendlichen mit dem Ergebnis einer Kindeswohlgefährdung Maßnahmen zum Kinderschutz und zum Erhalt des Kindeswohls gehen in der Regel Gefährdungseinschätzungen voraus. Diese sind in § 8a Abs. 1 SGB VIII geregelt. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik werden im Jahr 2025 insgesamt 27 359 Gefährdungseinschätzungen für Kinder und Jugendliche von Jugendämtern in [...]

Von |2026-07-17T14:35:48+02:0016. Juli 2026|Bayern, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

NRW: Inobhutnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen 2025 um rund 18 % gesunken

Fast 14.200 Inobhutnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen 2025 Rund 44 % weniger Inobhutnahmen aufgrund unbegleiteter Einreise aus dem Ausland Zahl regulärer Inobhutnahmen dagegen leicht gestiegen – Jungen um 10 % weniger, Mädchen dagegen 12 % häufiger betroffen als im Vorjahr Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2025 haben die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen fast 14.200 Inobhutnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vorgenommen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das rund 18 % weniger Schutzmaßnahmen als im Jahr 2024. Damals waren es rund 17.300 gewesen. Damit sank die Zahl der Inobhutnahmen erstmals seit dem Jahr 2021 wieder unter 16.000 Fälle. Die Jugendämter nehmen Inobhutnahmen vor, wenn ein [...]

Von |2026-06-23T11:58:45+02:0023. Juni 2026|Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Statistik|

Brandenburg: Rückgang der Inobhutnahmen in 2025

Im Jahr 2025 wurde die Zahl der Inobhutnahmen in Brandenburg auf insgesamt 1.753 Fälle gesenkt, was einem Rückgang von 15,3 % entspricht. Die Mehrheit der Maßnahmen (1.018 Fälle) war auf eine dringende Kindeswohlgefährdung zurückzuführen. Weitere 426 Kinder und Jugendliche wurden aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland in Schutz genommen. Die Altersgruppe der 14- bis unter 18-jährigen Jugendlichen war mit 59 % am häufigsten vertreten. In 24 % der Fälle veranlasste die Schutzmaßnahme die Polizei, das Gericht bzw. die Staatsanwaltschaft und in 22 % der Fälle wurde das Kind bzw. der Jugendliche selbst aktiv und regte die Maßnahme an.

Von |2026-06-23T13:11:49+02:0019. Juni 2026|Brandenburg, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|
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