Kinderschutz

NRW: Inobhutnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen 2025 um rund 18 % gesunken

Fast 14.200 Inobhutnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen 2025 Rund 44 % weniger Inobhutnahmen aufgrund unbegleiteter Einreise aus dem Ausland Zahl regulärer Inobhutnahmen dagegen leicht gestiegen – Jungen um 10 % weniger, Mädchen dagegen 12 % häufiger betroffen als im Vorjahr Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2025 haben die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen fast 14.200 Inobhutnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vorgenommen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das rund 18 % weniger Schutzmaßnahmen als im Jahr 2024. Damals waren es rund 17.300 gewesen. Damit sank die Zahl der Inobhutnahmen erstmals seit dem Jahr 2021 wieder unter 16.000 Fälle. Die Jugendämter nehmen Inobhutnahmen vor, wenn ein [...]

Von |2026-06-23T11:58:45+02:0023. Juni 2026|Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Statistik|

Brandenburg: Rückgang der Inobhutnahmen in 2025

Im Jahr 2025 wurde die Zahl der Inobhutnahmen in Brandenburg auf insgesamt 1.753 Fälle gesenkt, was einem Rückgang von 15,3 % entspricht. Die Mehrheit der Maßnahmen (1.018 Fälle) war auf eine dringende Kindeswohlgefährdung zurückzuführen. Weitere 426 Kinder und Jugendliche wurden aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland in Schutz genommen. Die Altersgruppe der 14- bis unter 18-jährigen Jugendlichen war mit 59 % am häufigsten vertreten. In 24 % der Fälle veranlasste die Schutzmaßnahme die Polizei, das Gericht bzw. die Staatsanwaltschaft und in 22 % der Fälle wurde das Kind bzw. der Jugendliche selbst aktiv und regte die Maßnahme an.

Von |2026-06-23T13:11:49+02:0019. Juni 2026|Brandenburg, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

Berlin: Rückgang der Inobhutnahmen in 2025

Im Jahr 2025 verzeichnete Berlin mit insgesamt 3.298 Inobhutnahmen von Kindern und Jugendliche einen Rückgang von 30,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Wegen dringender Kindeswohlgefährdung erfolgte die Inobhutnahme für 1.343 Kinder und Jugendliche und aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland wurden 1.553 Kinder und Jugendliche vorläufig in Schutz genommen. Mit einem Anteil von 72 % bildeten die 14- bis unter 18-Jährigen die am stärksten vertretene Altersgruppe. Die Schutzmaßnahmen wurden zu 28 % durch soziale Dienste oder das Jugendamt initiiert. In 34 % der Fälle ging der Anstoß unmittelbar vom betroffenen Kind oder Jugendlichen aus. Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vom 19.06.2026

Von |2026-06-23T13:07:19+02:0019. Juni 2026|Berlin, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

Weitere Gesetzesänderungen im Familienrecht erwartet – PFAD ist mit dabei!

Bereits seit mehreren Jahren gibt es bundesweite Bestrebungen für ein Kindschaftsmodernisierungsgesetzes (KiMoG), welches auch Einfluss auf die Rechtsstellung von Adoptiv- und Pflegeeltern sowie der bei ihnen lebenden jungen Menschen haben wird. Auf Grundlage eines im Mai verabschiedeten Referentenentwurfs des Bundes wurden die Änderungen und Neufassungen heute am 15.06.2026 im Bundesjustizministerium diskutiert. Über 80 Teilnehmer*Innen aus 50 Verbänden folgten der Einladung zur digitalen Verbändeanhörung, bei welcher natürlich auch der PFAD Bundesverband vertreten war. Neben Änderungen zur Stärkung des Kindeswohls und dem Schutz vor häuslicher Gewalt wurden heute auch zentrale Themen der Adoptions- und Pflegekinderhilfe diskutiert. Wir sehen das Recht von Eltern und jungen Menschen gestärkt, z.B. durch die Ausdifferenzierung des Begriffs [...]

Bayern: Zahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche sinkt im Jahr 2025 auf 5.017

In den meisten Fällen Inobhutnahme wegen dringender Kindeswohlgefährdung Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik werden im Jahr 2025 5 017 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche verzeichnet. Betroffene sind größtenteils 16 Jahre oder älter und männlich. Schweinfurt. Im Jahr 2025 werden in Bayern 5 017 vorläufige Schutzmaßnahmen nach § 42 SGB VIII bzw. § 42a SGB VIII durchgeführt (2024: 5708 Schutzmaßnahmen1)). In 2 552 Fällen findet eine Inobhutnahme wegen dringender Kindeswohlgefährdung statt. In 1 648 Fällen handelt es sich um eine Inobhutnahme unbegleiteter Minderjähriger bei der Einreise aus dem Ausland. Weniger häufig werden Inobhutnahmen durchgeführt aufgrund des eigenen Wunsches eines Kindes oder Jugendlichen (817 Fälle). Grund2)  für eine vorläufige [...]

Von |2026-06-11T19:05:02+02:0012. Juni 2026|Bayern, Kinderschutz, Statistik|

Warum man die Jugendhilfe nicht kaputtsparen darf!

Standpunkt der PFAD Bundesvorsitzenden Ulrike Schulz, aus der PFAD Fachzeitschrift 02/2026 An dieser Stelle war geplant, dass ich unsere(n) Standpunkt(e) zusammenfasse, über Haltungen, Konzepte, Maßnahmen und Leistungen, die dazu beitragen, Pflege- und Adoptivkinder stark zu machen. Doch die jüngsten politischen Entwicklungen gehen in eine Richtung, die z. T. lange erarbeitete Verbesserungen und Rechte wieder in Frage stellt. Daher halte ich es für wichtiger, dies aktuell zu kommentieren. Enttäuschende Reformvorschläge Der Ende März vorgelegte Referentenentwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (1. KJHSRG) hat die Fachwelt irritiert und enttäuscht. Das ambitionierte Vorhaben, eine „große Lösung“ zu finden, die Jugendhilfe und Eingliederungshilfen für Kinder und Jugendliche unter einem [...]

PFAD Stellungnahme zum Entwurf des 1. KJHSRG

Um die Reform der inklusiv ausgestalteten Kinder- und Jugendhilfe hin zu einer Zuständigkeit für alle Kinder wie geplant bis zum 1.1.2028 umsetzen zu können, wird dieser Schritt politisch schon über drei Legislaturperioden hinweg verfolgt. Nachdem die Umsetzung im letzten Jahr mit dem Bruch der Ampel-Koalition zum Erliegen kam, werden nach dieser langen Zeit nun hohe Erwartungen an dieses Gesetz geknüpft. Am 23.03.2026 legte das BMBFSFJ nun seinen Referentenentwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform (1. KJHSRG) den Fachverbänden der Kinder- und Jugendhilfe vor. Der PFAD Bundesverband griff diese Möglichkeit natürlich gerne auf und verfasste dazu eine kritische Stellungnahme.

BbP-Umfrage zu „Selbsthilfe als Ressource im inklusiven Kinderschutz“

Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. macht noch bis zum 31. März 2026 eine kurze Umfrage unter Pflegeeltern und Eltern von Kindern mit Behinderung zum Thema „Selbsthilfe als Ressource im inklusiven Kinderschutz“. Es werden Fragen gestellt nach 🔹 der Bedeutung von Selbsthilfe für Eltern und Kind, 🔹 ob und wie Selbsthilfe zum Schutz und Wohl des Kindes beiträgt, 🔹 welche Erfahrungen man gemacht hat – sowohl positive als auch schwierige. Die Teilnahme hilft, die Perspektive von Familien mit behinderten (Pflege-)Kindern sichtbarer zu machen und wichtige Impulse für Fachpraxis und Politik zu geben. zur Umfrage: https://forms.office.com/e/XVW2JeDcSX Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Von |2026-03-07T15:17:24+01:007. März 2026|Forschung, Gesundheit, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie|

Warum ist es für Jugendämter sinnvoll, mit Selbstvertretungen von Pflege- und Adoptivfamilien zusammenzuarbeiten?

Standpunkt der PFAD Bundesvorsitzenden Ulrike Schulz, aus der PFAD Fachzeitschrift 01/2026 Wie Jugendämter zur Zusammenarbeit mit regionalen Zusammenschlüssen von Pflege- und Adoptivfamilien stehen, ist nach außen meist kaum erkennbar. Öffentliche Anerkennung bezieht sich häufig nur auf einzelne Familien, ebenso wie Versprechen guter fachlicher Begleitung  für neue Pflegeeltern in Werbekampagnen der Jugendämter. Auch in schriftlichen Konzepten der einzelnen Pflegekinderdienste wird die Kooperation mit selbstorganisierten Selbsthilfe- und Selbstvertretungsstrukturen bislang selten systematisch berücksichtigt. Die tatsächliche Haltung eines Jugendamtes zeigt sich oft erst in der Praxis – dann, wenn konkrete Unterstützung und Zusammenarbeit gesucht oder konstruktive Kritik geäußert wird. Ob Kooperation gelingt, kann von vielen Faktoren im Jugendamt abhängen: Personalsituation, Ressourcen, persönlichen Erfahrungen, [...]

PFAD Fachzeitschrift 1/2026: “Selbsthilfe – ein Selbstläufer?”

Neues Design, neue Rubriken – und ein Jubiläumsjahr, das Geschichte schreibt Mit der ersten Ausgabe des Jahres 2026 startet der PFAD Bundesverband in ein ganz besonderes Jahr: 50 Jahre PFAD. Passend zum Jubiläum erscheint unsere Fachzeitschrift in einer komplett überarbeiteten, erweiterten und farbigen Gestaltung. Mehr Seiten, neue Rubriken und eine moderne, klare Aufmachung machen die PFAD Fachzeitschrift noch lesefreundlicher und fachlich vielseitiger. Schwerpunkt: Selbsthilfe – ein Selbstläufer? Im Titelthema widmen wir uns der Frage, wie Selbsthilfegruppen in der Pflege- und Adoptivkinderhilfe heute arbeiten, welche Herausforderungen sie tragen und welche Kraft in gemeinschaftlichem Engagement steckt. Die Ausgabe beleuchtet das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven: Über Selbsthilfe hinaus: PFAD als Selbstvertretung – ein [...]

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