Fachkräfte

PFAD Fachzeitschrift 1/2026: “Selbsthilfe – ein Selbstläufer?”

Neues Design, neue Rubriken – und ein Jubiläumsjahr, das Geschichte schreibt Mit der ersten Ausgabe des Jahres 2026 startet der PFAD Bundesverband in ein ganz besonderes Jahr: 50 Jahre PFAD. Passend zum Jubiläum erscheint unsere Fachzeitschrift in einer komplett überarbeiteten, erweiterten und farbigen Gestaltung. Mehr Seiten, neue Rubriken und eine moderne, klare Aufmachung machen die PFAD Fachzeitschrift noch lesefreundlicher und fachlich vielseitiger. Schwerpunkt: Selbsthilfe – ein Selbstläufer? Im Titelthema widmen wir uns der Frage, wie Selbsthilfegruppen in der Pflege- und Adoptivkinderhilfe heute arbeiten, welche Herausforderungen sie tragen und welche Kraft in gemeinschaftlichem Engagement steckt. Die Ausgabe beleuchtet das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven: Über Selbsthilfe hinaus: PFAD als Selbstvertretung – ein [...]

Land Berlin würdigt Einsatz von Pflegeeltern

Das Land Berlin würdigt erstmals Pflegeeltern aus allen Bezirken mit einem Jahresempfang. «Pflegefamilien leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den Schutz und die Entwicklung von Kindern», sagte Familiensenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU). «Mit der heutigen Würdigung machen wir dieses Engagement erstmals stadtweit sichtbar und sagen Danke.» Rund 800 Pflegefamilien beim Jahresempfang Zur Veranstaltung lud die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister ein. «Pflegeeltern und Pflegefamilien schenken Kindern das Wertvollste, was es gibt: Geborgenheit und ein sicheres Zuhause», sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU). Der Jahresempfang werde künftig jährlich veranstaltet. «Unser Anspruch ist es, Pflegekindern sichere und stabile Lebensorte zu bieten und Pflegefamilien nachhaltig zu unterstützen», sagte [...]

Von |2026-01-31T17:39:03+01:0031. Januar 2026|Berlin, Fachkräfte, Pflegefamilie, Politik|

BuMF erstellt Glossar: Sprache. Macht. Teilhabe.

Der Bundesfachverband Migration und Flucht (BuMF) stellt im Januar 2026 ein Glossar zur Verfügung, das demnächst auch gedruckt bestellt werden kann. Es lädt dazu ein, Begriffe zu hinterfragen und diskriminierungskritisch zu handeln. Es richtet sich an alle, die mit jungen geflüchteten Menschen arbeiten – in Jugendhilfe, Bildung, Gesundheit, Verwaltung oder Ehrenamt. Die Sammlung ist nicht abschließend und nicht allgemeingültig: Sprache verändert sich, ebenso wie gesellschaftliche Debatten. Diese Begriffe werden als bessere Alternativen genauer geschrieben: Alterseinschätzung statt „Altersfeststellung“ Asylsuchend statt „Asylbewerber*in“ Beteiligung statt „Mitwirkung“ (im Rahmen der Jugendhilfe) Fluchtmigration statt „irreguläre Migration“ Geflüchtete Kinder/Jugendliche statt „Flüchtlinge“ Unbegleitete Minderjährige statt „umF/umA“ Menschen mit Behinderung/Lernschwierigkeiten statt „Behinderte“ Vorläufige Vertretung statt „Notvertretung“ Rechtliche Vertretung [...]

Von |2026-01-31T17:08:44+01:0031. Januar 2026|Best Practise, Fachkräfte, Verschiedenes|

PFAD Stellungnahme: Bundesweite Kürzungen von erhöhten Pauschalbeträgen zur Anerkennung der Erziehung und Pflege (§ 39 SGB VIII) ohne Veränderungen des tatsächlichen Mehrbedarfs von Pflegekindern

PFAD Berlin, 23. Januar 2026 Stabile und entwicklungsfördernde Lebensbedingungen für junge Menschen in der Bereitschafts- und Vollzeitpflege bedürfen neben u.a. dem persönlichen Engagement, hoher sozialer Kompetenzen und Fachwissen von Pflegeeltern sowie einer verlässlichen und professionellen Beratung durch die Pflegekinderhilfe auch einer bedarfsgerechten finanziellen Absicherung durch die öffentliche Jugendhilfe. Kommt die öffentliche Jugendhilfe dieser Absicherung bei Pflegeverhältnissen mit Mehrbedarf nicht nach, gefährdet sie damit nicht nur die Existenz von Pflegefamilien, sondern auch die Infrastruktur der erzieherischen Hilfen. Finanzierung von Pflegeverhältnissen über verschiedene Pauschalbeträge § 39 SGB VIII regelt die „Leistungen zum Unterhalt des Kindes oder des Jugendlichen“, wenn der junge Mensch außerhalb der Herkunftsfamilie, z.B. in einer Pflegefamilie, lebt. Diese als [...]

PFAD Stellungnahme zur Tagesschau-Meldung vom 14.01.2026: „Wenn das Jugendamt das Kind von der Kita holt“

PFAD Berlin, 20.01.2026 Uns macht die Nachricht über die Abholung eines Pflegekindes aus dem Kindergarten durch das Jugendamt ohne Wissen der Pflegeeltern sowie ohne Vorwarnung fassungslos. Wir schätzen diese Art der Verfahrenspraxis durch die öffentliche Jugendhilfe als fachlich äußerst bedenklich ein. Wir wissen, dass die Inobhutnahme eines Kindes aus seiner Herkunftsfamilie eine hoheitliche Aufgabe ist, welche ein Jugendamt zur Sicherstellung des Kindeswohls durchführt. Dies ist verbunden mit der Abwägung über den notwendigen Eingriff durch das Jugendamt. Hieraus resultiert die teilweise umgesetzte Praxis, ein betroffenes Kind während der Betreuungszeit aus der Kindertagestätte abzuholen, um im Rahmen der Krisenintervention dem Kind zusätzliches Leid und Eskalation mit den Herkunftseltern in der familiären Wohnung [...]

Bayern: Neue Landesombudsstelle nimmt Arbeit auf

Die neue Landesombudsstelle Bayern beim Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) unterstützt junge Menschen und Familien bei Konflikten mit Jugendämtern und Trägern der Kinder- und Jugendhilfe. Sie bietet unabhängige, weisungsungebundene Beratung, informiert über Rechtsansprüche sowie Handlungs- und Beteiligungsmöglichkeiten und hilft, Konflikte niedrigschwellig zu klären. Ziel ist es, Betroffene zu stärken und Lösungswege aufzuzeigen. Die Landesombudsstelle nahm am 2. Januar 2026 ihre Arbeit auf. Die Beratung ist kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym. Weitere Informationen unter www.landesombudsstelle.bayern.de.

PFAD Rezensionen auf unserer Website

Bisher veröffentlichten wir ausführliche Rezensionen über interessante Bücher rund um Themen für Pflege- und Adoptivfamilien sowie Fachkräfte der Jugendhilfe und angrenzender Bereiche in unserer vierteljährlichen PFAD Fachzeitschrift. Ab diesem Jahr finden Sie die Texte unserer fleißigen Rezensent*innen auf unserer Website unter dem Menüpunkt Blog. Wir beurteilen für Sie i.d.R. neu erschienene Publikationen aus einer breiten Themenpalette, geordnet nach Kategorien: Kinderbücher Jugendbücher Sachbücher Belletristik Biografien Die Sammlung wird ständig erweitert, sodass es sich lohnt immer mal reinzuschauen. :0)

Pflegemutter verurteilt wegen Totschlag an ihrem 21 Monate alten Pflegekind – Die Gefahr des „Schütteltraumas“

Das Landgericht Bamberg verurteilte eine Pflegemutter wegen Totschlags an ihrer 21 Monate alten Pflegetochter im Dezember 2024 zu einer Haftstrafe von sechs Jahren. Das Gericht folgte in seinem Urteil den Einschätzungen derjenigen Gutachter, die ein Schädel-Hirn-Trauma durch heftiges Schütteln als Todesursache feststellten. Als Begründung wurden eine "gewissen Überforderung" und ein "Augenblickversagen" vermutet. Die Frau leugnete bis zum Schluss, dem Kind etwas angetan zu haben. Das Urteil vom 08.01.2026 ist noch nicht rechtskräftig. Wir sind tief bestürzt über den furchtbaren Tod des kleinen Mädchens in seiner Pflegefamilie und möchten an dieser Stelle auf die Gefährlichkeit des "Schütteltraumas" (Shaken-Baby-Syndrom) hinweisen. Denn es gibt keine Behandlungsmöglichkeit, die bereits entstandene Hirnschäden rückgängig machen kann! [...]

Von |2026-01-14T17:23:40+01:0014. Januar 2026|Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Gesundheit, Pflegefamilie|

PFAD Fachinformation zum grenzüberschreitenden Umzug mit einem Pflegekind

Anhand eines Beispielfalls erläutern wir, was Pflegeeltern beachten und wie sie vorgehen müssen, wenn sie mit ihrem Pflegekind ins Ausland ziehen möchten. Praxisbeispiel Lara lebt seit ihrem 10. Lebensmonat bei Familie Schneider als Pflegekind. Jetzt ist Lara 6 Jahre und die Einschulung steht demnächst an. Laras Pflegevater arbeitet in einer Firma, die hochwertige Maschinen montiert. Beruflich soll er für die nächsten 5 Jahre nach Frankreich gehen. Laras Pflegemutter arbeite als Übersetzerin und ist nicht ortgebunden. Familie Schneider möchte gemeinsam mit Lara ihren Wohnort nach Frankreich verlegen. Bisher leben Sie im Bundesland Hessen. Doch so einfach geht das nicht. Eine Pflegefamilie ist keine Adoptivfamilie. Auch wenn Herr und Frau Schneider die [...]

Artikel „Die wachsende Bedeutung der Stiefkindadoptionen – auch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften“

Die von der Dortmunder Arbeitsstelle Kinder- & Jugendhilfestatistik – AKJStat herausgegebenen KommentiertenDaten der Kinder- & Jugendhilfe (KomDat) analysieren und bewerten Daten auf der Grundlage der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik. Der Artikel "Die wachsende Bedeutung der Stiefkindadoptionen – auch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften" von Sandra Fendrich und Thomas Mühlmann in KomDat Heft 3/25 informiert auf Grundlage der neuesten Daten über interessante aktuelle Entwicklungen bei den Adoptionen. Kernaussagen: In Deutschland ist die Adoptionstätigkeit 2024 insgesamt leicht gestiegen, befindet sich jedoch auf relativ niedrigem Niveau. Stiefkindadoptionen dominieren mittlerweile, insbesondere bei sehr jungen Kindern. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften tragen wesentlich zu diesem Trend bei. Traditionelle Fremdadoptionen werden vergleichsweise seltener – ein langfristiger Strukturwandel im Adoptionsgeschehen zeichnet sich [...]

Von |2026-01-10T18:19:31+01:0010. Januar 2026|Adoptivfamilie, Fachkräfte, Jugendhilfe, Statistik|
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