Fachkräfte

Bayern: Über 96 000 junge Menschen sind Ende 2025 auf Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe angewiesen

Im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe sind im Jahr 2025 erneut eine Vielzahl von Hilfen nach dem Sozialgesetzbuch - Achte Buch des Sozialgesetzbuches (SGB VIII) - als Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen und als Hilfen für junge Volljährige gewährt worden. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, sind Erziehungsberatungen nach § 28 SGB VIII auch 2025 die häufigste Hilfeart. Über alle Hilfearten hinweg sind mehr Jungen bzw. junge Männer auf Hilfen und Beratungen angewiesen (57,2 Prozent) als Mädchen bzw. junge Frauen. Schweinfurt. Für 87 910 junge Menschen wurden im Jahr 2025 Hilfen nach dem SGB VIII begonnen, für 82 505 Personen wurden Hilfen beendet. Für 96 415 junge Menschen dauern die Hilfen über den Jahreswechsel an. Von den jungen Menschen, deren Hilfen [...]

Von |2026-10-12T20:39:08+02:0012. Oktober 2026|Bayern, Fachkräfte, Jugendhilfe, Statistik|

Warum es sich für Pflege- und Adoptivfamilien lohnt, eine bundesweite Interessensvertretung zu haben

Standpunkt der PFAD Bundesvorsitzenden Ulrike Schulz, aus der PFAD Fachzeitschrift 03/2026 Wenn man an Pflegefamilien oder Adoptivfamilien denkt, sieht man oft zuerst die einzelne Familie vor sich mit ihrem Engagement, ihrer Fürsorge und Bereitschaft, Verantwortung für ein oder sogar mehrere familienbedürftige Kinder zu übernehmen. Sie richten ihr Leben oft bewusst an den Bedürfnissen der Kinder aus und nehmen dafür manche Herausforderungen und auch Einschränkungen auf sich. Weniger sichtbar ist, dass hinter vielen Erfolgen für die Kinder und ihre Familien auch starke Netzwerke und Zusammenschlüsse stehen - aus Menschen, die sich noch über ihre eigene Familie hinaus engagieren. Seit 50 Jahren übernimmt PFAD diese Aufgabe. Als Fachverband, Selbstvertretung und Interessenvertretung [...]

Wolfgang Köhler: „Viele Auslandsadoptierte fühlen sich zwischen den Kulturen stehend“

In der neuen Reihe des LVR „Menschen.Machen.Jugendhilfe." wird Wolfgang Köhler befragt, Leiter der Zentralen Adoptionsstelle im LVR-Landesjugendamt Rheinland. Im Interview erklärt er, welche Aufgaben die Fachstelle übernimmt, warum Auslandsadoptionen besondere Anforderungen stellen und weshalb Herkunftsfragen Adoptierte oft auch im Erwachsenenalter beschäftigen. zum Artikel: Menschen.Machen.Jugendhilfe. – „Viele Auslandsadoptierte fühlen sich zwischen den Kulturen stehend“ vom 11.09.2026 Foto: Wolfgang Köhler, LVR

Von |2026-09-28T18:17:02+02:0028. September 2026|Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe|

Neue Konzepte für Pflegefamilien in Kalifornien und Spanien

In Kalifornien wurde ein eigenes Dorf für Pflegefamilien eröffnet. Das vom Schauspieler Christian Bale angestoßene Projekt umfasst zwölf Gebäude mit großen Wohneinheiten, die auch die Aufnahme von Geschwistergruppen ermöglichen. Die dort wohnenden, sowie weitere in der Nähe lebende Pflegefamilien können die Gemeinschaftsräume, ein Gemeindezentrum mit Verwaltungs- und Sozialdiensten, Garten-, Sport- und Freizeitflächen nutzen. Auch an junge Erwachsene, die sich auf ein selbstständiges Leben vorbereiten, sowie an leibliche Eltern, die an der Rückführung ihrer Kinder arbeiten, wurde gedacht. Quelle: https://pragmatika.media/de/news/u-kalifornii-vidkryly-selyshche-dlia-pryjomnykh-rodyn-za-pidtrymky-aktora-kristiana-bejla/ Ähnliche Vorstellungen davon, dass Pflegekinder "ein Dorf brauchen", werden mit einem Projekt aus Malaga verfolgt. Hier setzt man auf ganze Dorfgemeinschaften, die sich für besonders schutzbedürftige Kinder und Jugendliche einsetzen und [...]

Von |2026-09-25T14:16:19+02:0025. September 2026|Fachkräfte, International, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik|

Interview mit Florence Brokowski-Shekete

Im sehr interessanten Interview von Moderatorin Bettina Böttinger mit Florence Brokowski-Shekete im Podcast Zwischen den Zeilen vom 22.09.2026 wird sehr gut deutlich, was eine liebevolle Pflegefamilie bewirken kann und dass es maßgeblich für die weitere Lebensgeschichte eines Kindes ist, wo und wie seine Sozialisation stattfand. Florence Brokowski-Shekete ist eine deutsche Pädagogin, Podcasterin und Autorin. In ihrem 2020 veröffentlichten Buch "Mist, die versteht mich ja!: Aus dem Leben einer Schwarzen Deutschen" schildert sie ihre spannende Lebensgeschichte. Verlagsinfo: "Die kleine Florence, geboren in Hamburg als Kind nigerianischer Eltern, wird Ende der 60er-Jahre in Buxtehude von einer alleinstehenden Frau in Pflege genommen. Mit acht Jahren nehmen die Eltern sie mit nach Lagos, in [...]

Initiative Familien e.V.: „Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sichern!“

Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen braucht mehr Aufmerksamkeit und bessere Rahmenbedingungen. Aktuell warten junge Menschen durchschnittlich 28 Wochen auf einen Therapieplatz. Gleichzeitig drohen durch fehlende Weiterbildungsplätze für Psychotherapeut:innen weitere Versorgungsengpässe. Die Initiative Familien e.V. fordert deshalb in ihrer Pressemitteilung vom 23.09.2026 eine nachhaltige Sicherung der psychotherapeutischen Versorgung junger Menschen.

Von |2026-09-25T11:16:17+02:0024. September 2026|Fachkräfte, Gesundheit, Netzwerke, Politik, Stellungnahmen|

Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Fortschreibung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege für 2027

Bei der Unterbringung eines jungen Menschen in Vollzeitpflege ist gemäß § 39 Abs. 1 i.V.m. § 33 SGB VIII bzw. § 35a Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII der notwendige Unterhalt des Kindes oder Jugendlichen außerhalb des Elternhauses sicherzustellen. Der gesamte regelmäßig wiederkehrende Bedarf soll durch laufende Leistungen gedeckt werden, die in der Regel in monatlichen Pauschalbeträgen zu gewähren sind (vgl. § 39 Abs. 2 und 4 SGB VIII). Zur Bemessung spricht der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. alljährlich Empfehlungen aus. Er überprüft dabei die Pauschalbeträge für die Kosten für den Sachaufwand sowie für die Pflege und Erziehung und passt sie einer eventuellen Steigerung der Lebenshaltungskosten der [...]

DV: Unterhalt für Pflegekinder steigt – Benachteiligung von Pflegefamilien beim Elterngeld jetzt beenden

Der Unterhalt für Pflegekinder steigt entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. Die Benachteiligung von Pflegeeltern beim Bundeselterngeld besteht jedoch fort – obwohl der Koalitionsvertrag die Einführung des Elterngeldes für Pflegeeltern vorsieht. Für Familien, die ein Pflegekind im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe aufnehmen und betreuen, steigt ab dem Jahr 2027 der vom zuständigen Jugendamt zu leistende Kindesunterhalt entsprechend den jährlichen Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. zur Fortschreibung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege (§§ 33, 39 SGB VIII). Für den Lebensunterhalt eines Pflegekindes empfiehlt der Deutsche Verein je nach Alter des Kindes zwischen 748 und 1100 Euro. Hinzu kommt ein [...]

Schulbegleitung und Co.: Zahl der Eingliederungshilfen für junge Menschen mit seelischer Behinderung binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt

Psychische Belastungen und Entwicklungsauffälligkeiten sowie schulische oder berufliche Probleme häufigste Gründe Ausgaben für entsprechende Eingliederungshilfen für Kinder und Jugendliche mit seelischer Behinderung lagen 2024 bei 3,5 Milliarden Euro Zahl der Schülerinnen und Schüler mit emotionalem und sozialem Förderbedarf nahm binnen zehn Jahren um 44 % zu WIESBADEN – Die geplante Reform der Kinder- und Jugendhilfe betrifft auch die Schulbegleitung von Kindern mit sogenannter seelischer Behinderung. Die Zahl der Eingliederungshilfen für betroffene Kinder, Jugendliche und junge Volljährige, unter die auch individuelle Schulbegleitungen fallen, ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Im Jahr 2024 haben die Träger der Kinder- und Jugendhilfe gut 174 000 solcher Eingliederungshilfen gewährt, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) [...]

Bundesverband FASD: Kinderschutz darf FASD nicht länger übersehen

Die Stellungnahme des Bundesverband FASD e. V. "Kinderschutz darf FASD nicht länger übersehen" vom 03.09.2026 macht deutlich, welche Folgen es haben kann, wenn eine Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD) bei Kindern und Jugendlichen unerkannt bleibt. Statt passender Unterstützung erleben viele Betroffene Missverständnisse, Überforderung und unangemessene Erwartungen. Der Artikel fordert, FASD, Trauma und Neurodivergenz konsequent in Kinderschutz, Hilfeplanung, Schule, Jugendhilfe und Justiz mitzudenken. Denn wirksamer Kinderschutz beginnt dort, wo Verhalten verstanden und nicht vorschnell bewertet wird.

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