Fachkräfte

Bundesverband FASD: Kinderschutz darf FASD nicht länger übersehen

Die Stellungnahme des Bundesverband FASD e. V. "Kinderschutz darf FASD nicht länger übersehen" vom 03.09.2026 macht deutlich, welche Folgen es haben kann, wenn eine Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD) bei Kindern und Jugendlichen unerkannt bleibt. Statt passender Unterstützung erleben viele Betroffene Missverständnisse, Überforderung und unangemessene Erwartungen. Der Artikel fordert, FASD, Trauma und Neurodivergenz konsequent in Kinderschutz, Hilfeplanung, Schule, Jugendhilfe und Justiz mitzudenken. Denn wirksamer Kinderschutz beginnt dort, wo Verhalten verstanden und nicht vorschnell bewertet wird.

Im Fokus: Ortsgruppen – Teil 10: Wenn das Wir ins Wanken gerät

Wenn das Wir ins Wanken gerät Selbsthilfegruppen geben Pflege- und Adoptivfamilien Halt und das Gefühl, nicht allein zu sein. Doch Nähe schützt nicht vor Konflikten. Wo Menschen länger zusammenarbeiten und Persönliches teilen, entstehen unterschiedliche Erwartungen und Enttäuschungen. Ein Streit eskaliert, Mitglieder ziehen sich zurück, Aufgaben bleiben an wenigen Personen hängen oder die Leitung möchte aufhören. Das bedeutet nicht, dass die Gruppe gescheitert ist, denn alle Gruppen durchlaufen verschiedene Phasen. Eine Krise kann zeigen, dass Rollen, Ziele oder Regeln nicht mehr zur aktuellen Situation passen. Entscheidend ist, wie die Gruppe damit umgeht. Nicht vorschnell Schuldige suchen In angespannten Situationen richtet sich der Blick schnell auf Einzelne: die dominante Leitung, das unzuverlässige [...]

Podcast mit Dr. Ina Bovenschen: Was Adoptivkinder für eine stabile Bindung brauchen

Der Podcast "Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen" hat Dr. Ina Bovenschen zum Thema "Was Adoptivkinder für eine stabile Bindung brauchen" interviewt: Folge vom 20.08.2026 (in der Antenne Mediathek) Was braucht ein adoptiertes Kind, um sich in einer neuen Familie wirklich sicher zu fühlen? Welche Rolle spielen Erfahrungen, die es vor der Adoption gemacht hat? Und was können Adoptiveltern tun, um ihr Kind beim Ankommen zu unterstützen? Die Psychologin Dr. Ina Bovenschen erklärt in dieser Folge die Faktoren für eine gelingende Adoption, die Rolle der elterlichen Feinfühligkeit für eine sichere Bindung und das Entwicklungspotenzial von Kindern nach belastenden Startbedingungen. Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage, warum manche Menschen ständig [...]

Von |2026-08-21T13:51:01+02:0021. August 2026|Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Online|

PFAD Fachzeitschrift 3/2026: „Bewegte Jahre“

Die dritte Ausgabe der PFAD Fachzeitschrift im 50. Jubiläumsjahr landet dieser Tage in den Briefkästen unserer Mitglieder und Abonnent*innen. Zum einen werden darin besonders "Bewegte Jahre" in unserer Verbandsgeschichte porträtiert. Zum anderen beschäftigen sich auch die Fachartikel, Interviews und Portraits mit bewegten Zeiten und bewegenden Themen rund um Vollzeitpflege und Adoption. Ulrike Schulz nimmt in ihrem Editorial auch kurz Stellung zur aktuellen Diskussion nach dem Rücktritt von Jens Spahn: „Die Familiengründung mithilfe einer US-amerikanischen Leihmutter kostete einen CDU-Politiker jüngst sein Amt. Der Fall beschäftigt die Medien nicht nur aus politischen Gründen, sondern wirft auch grundlegende ethische Fragen auf, über die eine offene, gesellschaftliche Diskussion geführt werden muss. Wir möchten im [...]

BbP veröffentlicht Journal #2 „Inklusiver Kinderschutz in der Pflegekinderhilfe“

In der Veröffentlichungsreihe des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder (BbP) zum inklusiven Kinderschutz ist jetzt das Journal #2 erschienen. Es trägt den Titel „Inklusiver Kinderschutz in der Pflegekinderhilfe“ und beschreibt auf 68 Seiten kein neues, aber ein bislang unzureichend ausgeleuchtetes Handlungsfeld. Es bündelt Perspektiven, Erfahrungen und fachliche Reflexionen aus der inklusiven Pflegekinderhilfe, um einen differenzierten Blick auf Kindeswohlgefährdungen bei Kindern mit Behinderung zu ermöglichen. Das Heft steht kostenfrei als Download zur Verfügung. Journal #2 (pdf, 4,5 MB)   Das im Mai 2025 veröffentlichte Journal #1 trug den Titel „Strukturelle Kindeswohlgefährdungen erkennen“. Es dient Fachleuten und Interessierten gleichermaßen als Arbeits- und Inspirationshilfe und kann ebenfalls kostenlos heruntergeladen werden: Journal #1 (pdf, 2,4 MB)

Interessengemeinschaft „Kinder ohne Papiere“ informiert betroffene Pflegefamilien

Wir unterstützen die Interessengemeinschaft „Pflegeeltern von Kindern aus EU- und Nicht-EU-Staaten“, die sich für Pflegekinder mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus einsetzt. Gemeinsam engagieren wir uns für rechtliche Klarheit, gültige Dokumente und sichere Zukunftsperspektiven. Die Interessengemeinschaft "Pflegeeltern von Kindern aus EU- und Nicht-EU-Staaten" hat auf ihrer Website einen FAQ-Bereich neu eingerichtet, der einen ersten Überblick über wichtige Fragen bietet. Die Situation von Pflegekindern ohne Papiere ist jedoch oft komplex und individuell, ebenso wie die bundesweit uneinheitliche Verwaltungspraxis. Alle dortigen Informationen beruhen auf Recherchen und Praxiserfahrungen der Interessengemeinschaft und können daher weder eine einfache Anleitungen bieten noch eine Rechtsberatung ersetzen. Eine zentrale Erfahrung gilt jedoch für alle Fälle: Die Klärung von Identität, Dokumentenlage und Aufenthaltsstatus [...]

BAG LJÄ gibt Empfehlungen zur überregionalen Vermittlung von Pflegekindern

Werden Pflegekinder über Kreis- oder Landesgrenzen hinweg vermittelt, müssen die beteiligten Jugendämter frühzeitig und verlässlich zusammenarbeiten. Die BAG Landesjugendämter hat hierzu am 31.07.2026 Empfehlungen zur Umsetzung von § 37c Abs. 3 Satz 4 SGB VIII veröffentlicht. Sie sollen die Handlungssicherheit der Fachkräfte erhöhen und den Kinderschutz in der Pflegekinderhilfe stärken. In der Praxis kommt es weiterhin vor, dass das Jugendamt am Wohnort einer Pflegeperson erst spät oder gar nicht in die Vermittlung einbezogen wird. Dadurch können wichtige Erkenntnisse zu den Pflegepersonen bzw. Pflegestellen, zu ihrer aktuellen Belegung oder zu den örtlichen Unterstützungsangeboten unberücksichtigt bleiben. Dies gilt insbesondere bei länderübergreifenden Vermittlungen und bei der Beteiligung privater freier Träger. Die Empfehlungen konkretisieren [...]

Von |2026-08-05T17:32:46+02:005. August 2026|Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie|

Benefizaktion des Careleaver e.V.

Gerne machen wir aufmerksam auf den Benefizlauf von und für Careleaver LASS LAUFEN vom 01. bis 31. Oktober 2026. Unser Kooperationspartner Careleaver e.V. bittet alle, die seine wichtige Arbeit unterstützen möchten, mitzumachen. Wer nicht selbst mitläuft, kann andere mit einer Spende anfeuern. Pro Kilometer oder als fester Beitrag. Mit dem Lauf schafft der Verein Aufmerksamkeit für die Themen und Herausforderungen von Careleaver*innen und sammelt gleichzeitig Spenden für seine Vereinsarbeit. Etwa für den Notfallfonds, der Careleaver*innen in finanziellen Krisen schnell und unkompliziert hilft oder das Weihnachtstreffen "Keine*r bleibt allein". nähere Informationen

Kinderschutz: Zahl der Inobhutnahmen im Jahr 2025 um 18 % gesunken

Inobhutnahmen aufgrund unbegleiteter Einreisen binnen eines Jahres von 30 800 auf 16 500 Fälle fast halbiert Erneut mehr körperliche und psychische Misshandlungen - besonders an Mädchen Widersprüche von Sorge- und Erziehungsberechtigten bei Verdacht auf Vernachlässigungen und Gewalt am häufigsten WIESBADEN – Im Jahr 2025 haben die Jugendämter in Deutschland rund 56 900 Kinder oder Jugendliche zu ihrem Schutz vorübergehend in Obhut genommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 18 % oder rund 12 600 weniger Jungen und Mädchen als im Jahr zuvor. Bereits 2024 hatte es einen Rückgang der Inobhutnahmen um 7 % oder 5 100 Fälle gegeben. Damit ist die Fallzahl innerhalb von zwei Jahren um rund [...]

Von |2026-07-27T17:09:51+02:0027. Juli 2026|Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

BRJ kritisiert Sparvorgaben in Berliner Jugendämtern

Der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe (BRJ e.V.) - die Ombudsstelle für Berlin - kritisiert in einer Stellungnahme die Vorgehensweise mehrerer Berliner Jugendämter. Anlass sind Vorgaben zur Jugendhilfe, die nach Einschätzung des BRJ den Eindruck erwecken, dass finanzielle Sparziele zunehmend die Hilfeplanung bestimmen. Der Verein betont, dass Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe gesetzlich am individuellen Bedarf junger Menschen auszurichten sind und nicht von Haushaltslagen abhängig gemacht werden dürfen. Kritisch bewertet werden unter anderem pauschale Reduzierungen von Betreuungsleistungen, die Begrenzung von Hilfen für junge Volljährige sowie Vorgaben zur frühzeitigen Verselbständigung und Wohnraumsuche. Der BRJ warnt davor, dass solche Regelungen den gesetzlichen Anspruch auf bedarfsgerechte Unterstützung unterlaufen und angesichts der angespannten Wohnraumsituation insbesondere junge [...]

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