Bayern

Bayern: Über 96 000 junge Menschen sind Ende 2025 auf Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe angewiesen

Im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe sind im Jahr 2025 erneut eine Vielzahl von Hilfen nach dem Sozialgesetzbuch - Achte Buch des Sozialgesetzbuches (SGB VIII) - als Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen und als Hilfen für junge Volljährige gewährt worden. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, sind Erziehungsberatungen nach § 28 SGB VIII auch 2025 die häufigste Hilfeart. Über alle Hilfearten hinweg sind mehr Jungen bzw. junge Männer auf Hilfen und Beratungen angewiesen (57,2 Prozent) als Mädchen bzw. junge Frauen. Schweinfurt. Für 87 910 junge Menschen wurden im Jahr 2025 Hilfen nach dem SGB VIII begonnen, für 82 505 Personen wurden Hilfen beendet. Für 96 415 junge Menschen dauern die Hilfen über den Jahreswechsel an. Von den jungen Menschen, deren Hilfen [...]

Von |2026-10-12T20:39:08+02:0012. Oktober 2026|Bayern, Fachkräfte, Jugendhilfe, Statistik|

Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Fortschreibung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege für 2027

Bei der Unterbringung eines jungen Menschen in Vollzeitpflege ist gemäß § 39 Abs. 1 i.V.m. § 33 SGB VIII bzw. § 35a Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII der notwendige Unterhalt des Kindes oder Jugendlichen außerhalb des Elternhauses sicherzustellen. Der gesamte regelmäßig wiederkehrende Bedarf soll durch laufende Leistungen gedeckt werden, die in der Regel in monatlichen Pauschalbeträgen zu gewähren sind (vgl. § 39 Abs. 2 und 4 SGB VIII). Zur Bemessung spricht der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. alljährlich Empfehlungen aus. Er überprüft dabei die Pauschalbeträge für die Kosten für den Sachaufwand sowie für die Pflege und Erziehung und passt sie einer eventuellen Steigerung der Lebenshaltungskosten der [...]

DV: Unterhalt für Pflegekinder steigt – Benachteiligung von Pflegefamilien beim Elterngeld jetzt beenden

Der Unterhalt für Pflegekinder steigt entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. Die Benachteiligung von Pflegeeltern beim Bundeselterngeld besteht jedoch fort – obwohl der Koalitionsvertrag die Einführung des Elterngeldes für Pflegeeltern vorsieht. Für Familien, die ein Pflegekind im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe aufnehmen und betreuen, steigt ab dem Jahr 2027 der vom zuständigen Jugendamt zu leistende Kindesunterhalt entsprechend den jährlichen Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. zur Fortschreibung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege (§§ 33, 39 SGB VIII). Für den Lebensunterhalt eines Pflegekindes empfiehlt der Deutsche Verein je nach Alter des Kindes zwischen 748 und 1100 Euro. Hinzu kommt ein [...]

Bayern: Zahl der Kindeswohlgefährdungen steigt im Vergleich von 2020 auf 2025 um rund zehn Prozent

Schweinfurt. Die Kinder- und Jugendhilfe ist im Achten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII) geregelt und umfasst Leistungen zum Wohl und Schutz von Minderjährigen sowie deren Familien. Das Bayerische Landesamt für Statistik veröffentlicht die aktuellen Zahlen für das Jahr 2025 zu den Maßnahmen, die für den Erhalt des Kindeswohls gesetzlich vorgesehen sind. Ein Viertel der abgeschlossenen Gefährdungseinschätzungen von Kindern und Jugendlichen mit dem Ergebnis einer Kindeswohlgefährdung Maßnahmen zum Kinderschutz und zum Erhalt des Kindeswohls gehen in der Regel Gefährdungseinschätzungen voraus. Diese sind in § 8a Abs. 1 SGB VIII geregelt. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik werden im Jahr 2025 insgesamt 27 359 Gefährdungseinschätzungen für Kinder und Jugendliche von Jugendämtern in [...]

Von |2026-07-17T14:35:48+02:0016. Juli 2026|Bayern, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

Bayern: Zahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche sinkt im Jahr 2025 auf 5.017

In den meisten Fällen Inobhutnahme wegen dringender Kindeswohlgefährdung Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik werden im Jahr 2025 5 017 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche verzeichnet. Betroffene sind größtenteils 16 Jahre oder älter und männlich. Schweinfurt. Im Jahr 2025 werden in Bayern 5 017 vorläufige Schutzmaßnahmen nach § 42 SGB VIII bzw. § 42a SGB VIII durchgeführt (2024: 5708 Schutzmaßnahmen1)). In 2 552 Fällen findet eine Inobhutnahme wegen dringender Kindeswohlgefährdung statt. In 1 648 Fällen handelt es sich um eine Inobhutnahme unbegleiteter Minderjähriger bei der Einreise aus dem Ausland. Weniger häufig werden Inobhutnahmen durchgeführt aufgrund des eigenen Wunsches eines Kindes oder Jugendlichen (817 Fälle). Grund2)  für eine vorläufige [...]

Von |2026-06-11T19:05:02+02:0012. Juni 2026|Bayern, Kinderschutz, Statistik|

Zahl der Adoptionen in Bayern 2025 seit vier Jahren erstmals wieder ansteigend

Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr liegt bei 7,6 Prozent Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik finden 2025 in Bayern 563 Adoptionen Minderjähriger statt. Das Geschlechterverhältnis ist dabei relativ ausgewogen. Der Großteil der Kinder und Jugendlichen wird durch einen Stiefelternteil adoptiert. Mehrheitlich sind die Kinder zum Zeitpunkt der Adoption jünger als drei Jahre. Mit 91,3 Prozent verfügt der Großteil der Adoptierten über die deutsche Staatsangehörigkeit. Schweinfurt. In 2025 erfolgen in Bayern insgesamt 563 Adoptionen Minderjähriger. Hierbei ist das Geschlechterverhältnis nahezu ausgeglichen. Mädchen werden mit 51,0 Prozent nur geringfügig häufiger adoptiert als Jungen. Die meisten Adoptionen erfolgen, wie bereits im Vorjahr, durch Stiefeltern. Mit 82,9 Prozent machen diese den größten Anteil der Adoptierenden [...]

Von |2026-05-22T10:34:04+02:0020. Mai 2026|Adoptivfamilie, Bayern, Jugendhilfe, Statistik|

Neue PFAD Gruppe „Herzverwandt“ stellt sich vor

Die Anfang des Jahres gegründete PFAD Selbsthilfegruppe „HERZVERWANDT“ für Pflege- & Adoptiveltern im Raum Aschaffenburg und Miltenberg wurde am 05.04.2026 im Artikel „Bitte verlass‘ mich nicht!“ auf primavera24.de vorgestellt. Vier Eltern berichten, wie sie mit der Verantwortung für ihr Pflege- oder Adoptivkind umgehen und wie sich ihr Leben dadurch geändert hat. Näheres zur Gruppe    

Selbsthilfegruppe „HERZVERWANDT“ für Pflege- & Adoptiveltern gegründet

Am Samstag, den 31.01.2026, fand im Bildungsbüro der Stadt Aschaffenburg das Gründungstreffen der Selbsthilfegruppe HERZVERWANDT statt. Zehn Pflege- und Adoptiveltern – neun Frauen und ein Mann – kamen zusammen, um die Gruppe offiziell zu gründen und ein neues Angebot für Familien aus der Region Aschaffenburg und Miltenberg auf den Weg zu bringen. HERZVERWANDT richtet sich an Pflege- und Adoptiveltern sowie an Interessierte. Ziele der Gruppe sind einen Raum für Austausch, Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung zu schaffen, Pflege- und Adoptivkindern eine Stimme zu geben und die Öffentlichkeit für die Themen und Erfahrungen von Pflege- und Adoptivfamilien zu sensibilisieren. Darüber hinaus stehen Vernetzung, gemeinsame Aktivitäten für und mit Kindern sowie eine wertschätzende Zusammenarbeit [...]

Bayern: Neue Landesombudsstelle nimmt Arbeit auf

Die neue Landesombudsstelle Bayern beim Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) unterstützt junge Menschen und Familien bei Konflikten mit Jugendämtern und Trägern der Kinder- und Jugendhilfe. Sie bietet unabhängige, weisungsungebundene Beratung, informiert über Rechtsansprüche sowie Handlungs- und Beteiligungsmöglichkeiten und hilft, Konflikte niedrigschwellig zu klären. Ziel ist es, Betroffene zu stärken und Lösungswege aufzuzeigen. Die Landesombudsstelle nahm am 2. Januar 2026 ihre Arbeit auf. Die Beratung ist kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym. Weitere Informationen unter www.landesombudsstelle.bayern.de.

Neue FASD-Sprechstunde für Erwachsene am Klinikum Nürnberg

Die Psychiatrische Institutsambulanz des Klinikum Nürnberg bietet nun eine FASD-Sprechstunde (Fetale Alkohol-Spektrum-Störung) für Erwachsene an. Mit einer Überweisung von einem Fach- oder Hausarzt ist eine Diagnostik und Behandlung ab 18 Jahren möglich. Angeboten werden: FASD-Diagnostik im Erwachsenenalter drei Termine à 90 Minuten Befundbesprechung Befundbericht Behandlung von Erwachsenen mit gesicherter FASD Auf- und Ausbau eines Unterstützungsnetzwerkes medikamentöse Einstellung psychotherapeutische Interventionen Beratung und Unterstützung bei sozialpsychiatrischen Anliegen Kontakt: Tel.: 0911 398 7430 E-Mail: fasd-anmeldung@klinikum-nuernberg.de Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1, 90419 Nürnberg KNN | Haus 19 | Eingang 5 | Etage 1 | Raum 39 Klinikum Nürnberg | Campus Nord Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Von |2025-12-18T21:32:43+01:0020. Dezember 2025|Adoptivfamilie, Bayern, Careleaver, Fachkräfte, Gesundheit, Pflegefamilie|
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