Statistik

Artikel „Die wachsende Bedeutung der Stiefkindadoptionen – auch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften“

Die von der Dortmunder Arbeitsstelle Kinder- & Jugendhilfestatistik – AKJStat herausgegebenen KommentiertenDaten der Kinder- & Jugendhilfe (KomDat) analysieren und bewerten Daten auf der Grundlage der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik. Der Artikel "Die wachsende Bedeutung der Stiefkindadoptionen – auch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften" von Sandra Fendrich und Thomas Mühlmann in KomDat Heft 3/25 informiert auf Grundlage der neuesten Daten über interessante aktuelle Entwicklungen bei den Adoptionen. Kernaussagen: In Deutschland ist die Adoptionstätigkeit 2024 insgesamt leicht gestiegen, befindet sich jedoch auf relativ niedrigem Niveau. Stiefkindadoptionen dominieren mittlerweile, insbesondere bei sehr jungen Kindern. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften tragen wesentlich zu diesem Trend bei. Traditionelle Fremdadoptionen werden vergleichsweise seltener – ein langfristiger Strukturwandel im Adoptionsgeschehen zeichnet sich [...]

Von |2026-01-10T18:19:31+01:0010. Januar 2026|Adoptivfamilie, Fachkräfte, Jugendhilfe, Statistik|

Kindeswohlgefährdungen auf neuem Höchststand: Fallzahl binnen fünf Jahren um 31 % gestiegen

Jugendämter melden für 2024 rund 72 800 Kindeswohlgefährdungen Behörden prüften im Vorfeld fast 239 400 Verdachtsmeldungen Vernachlässigungen und psychische Misshandlungen besonders häufig WIESBADEN – Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in Deutschland hat das dritte Mal in Folge einen neuen Höchststand erreicht: Im Jahr 2024 stellten die Jugendämter in Deutschland bei rund 72 800 Kindern oder Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung durch Vernachlässigung, psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt fest. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg die Zahl der Kindeswohlgefährdungen damit binnen fünf Jahren um fast ein Drittel (+31 %) oder 17 300 Fälle. Im Jahr 2019 – dem Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie – hatte das Niveau noch bei rund 55 500 Kindeswohlgefährdungen [...]

Von |2025-12-18T21:32:43+01:0015. Dezember 2025|Fachkräfte, Jugendhilfe, Statistik|

Gut jedes siebte Kind armutsgefährdet

WIESBADEN – 15,2 % der Kinder und Jugendlichen in Deutschland waren 2024 armutsgefährdet. Damit war gut jede siebte Person unter 18 Jahren betroffen. Das entspricht gut 2,2 Millionen Kindern und Jugendlichen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand von Ergebnissen der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) zum Internationalen Tag der Kinderrechte am 20. November mitteilt. Die Armutsgefährdungsquote von Minderjährigen lag damit leicht unter der der Gesamtbevölkerung (15,5 %). Ähnlich wie letztere ist auch die Armutsgefährdungsquote von Kindern und Jugendlichen zuletzt gestiegen: 2023 hatte sie bei 14,0 % gelegen (Bevölkerung insgesamt 14,4 %). Mit 15,2 % lag der Anteil der armutsgefährdeten Kinder und Jugendlichen in Deutschland im Jahr 2024 unter dem [...]

Von |2025-12-18T21:32:44+01:0023. November 2025|Politik, Statistik|

Bayern: Über 92 000 junge Menschen waren Ende 2024 auf Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe angewiesen

Im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe sind im Jahr 2024 erneut eine Vielzahl von Hilfen nach dem Sozialgesetzbuch – Achtes Buch (SGB VIII) als Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen und als Hilfen für junge Volljährige gewährt worden. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, sind Erziehungsberatungen nach § 28 SGB VIII auch 2024 die häufigste Hilfeart. Über alle Hilfearten hinweg sind mehr Jungen bzw. junge Männer auf Hilfen und Beratungen angewiesen (57,4 Prozent) als Mädchen bzw. junge Frauen. Schweinfurt. Für 85 072 junge Menschen wurden im Jahr 2024 Hilfen nach dem SGB VIII begonnen, für 77 290 Personen wurden Hilfen beendet. Für 92 490 junge Menschen [...]

Von |2025-10-10T13:39:48+02:0010. Oktober 2025|Bayern, Jugendhilfe, Statistik|

Hilfen zur Erziehung 2024 Berlin und Brandenburg: Anstieg in beiden Ländern

Für 38.620 junge Menschen bzw. Familien in Berlin und 18.953 in Brandenburg begann 2024 eine Hilfe zur Erziehung. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, entspricht das gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 2,9 % in Berlin und 2,2 % in Brandenburg. Im Jahresverlauf wurden mehr als 52.600 Hilfen der Kinder- und Jugendhilfe beendet (Berlin: 35.494; Brandenburg: 17.140). Am Jahresende bestanden fast 64.300 Hilfen fort (Berlin: 40.293; Brandenburg: 24.003). Erziehungsberatung am häufigsten Unter den verschiedenen Arten von erzieherischen Hilfen wurden am häufigsten Erziehungsberatungen (Berlin: 36,5 %; Brandenburg: 37,2 %) in Anspruch genommen. Heimerziehung und sonstige betreute Wohnformen wurden mit 14,4 % in Berlin und 14,1 % in Brandenburg erfasst. Eingliederungshilfe [...]

Von |2025-09-25T16:14:10+02:0025. September 2025|Berlin, Brandenburg, Jugendhilfe, Statistik|

Baden-Württemberg: Fast 440 Adoptionen im Jahr 2024

Im Jahr 2024 wurden nach Feststellung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg insgesamt 438 Adoptionen vorgenommen (−9,5 % im Vergleich zum Vorjahr). Mit 235 oder einem Anteil von 53,6 % hatte mehr als die Hälfte der adoptierten Minderjährigen das dritte Lebensjahr noch nicht erreicht. Der Anteil der Säuglinge und Kleinkinder ist in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen: 2014 waren lediglich 35,3 % (203) der adoptierten Kinder jünger als 3 Jahre. Dabei nahmen immer mehr Stiefmütter- und Stiefväter bereits im Säuglings- und Kleinkinderalter das leibliche Kind der Partnerin oder des Partners an. Der Anteil dieser Stiefkindadoptionen bei den unter 3-Jährigen hat sich vom Jahr 2014 (27,5 % bzw. 56) bis 2024 (74,0 [...]

Sachsen: 2024 wurden 262 Kinder und Jugendliche adoptiert

Insgesamt 262 Kinder und Jugendliche wurden 2024 in Sachsen adoptiert, 142 Jungen und 120 Mädchen. Das waren 21 Adoptionen mehr als im Vorjahr. Wie das Statistische Landesamt Sachsen weiter mitteilt, waren zum Zeitpunkt der Adoption 178 Kinder (68 Prozent) unter 6 Jahre alt, darunter 43 unter einem Jahr sowie 35 Kinder im Alter von 6 bis unter 12 Jahre. Von den adoptierten Kindern wurden 63 Prozent (164) von ihrem Stiefvater bzw. ihrer Stiefmutter angenommen, was keine Veränderung der Lebenssituation der Kinder zur Folge hatte. Von Verwandten, z. B. Onkel und Tanten bzw. Großeltern, wurden keine Kinder adoptiert. 37 Prozent (98) der adoptierten Kinder waren mit den annehmenden Eltern nicht verwandt. [...]

Von |2025-10-08T22:12:02+02:0025. August 2025|Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinderschutz, Sachsen, Statistik|

Unbegleitete ausländische Minderjährige in Pflegefamilien

In dem von der Bundesregierung am 24.07.2025 veröffentlichten Bericht über die Situation unbegleiteter ausländischer Minderjähriger (UMA) in Deutschland wird auch auf deren Unterbringung in Pflegefamilien eingegangen. Für den aktuellen Berichtszeitraum 2023 gaben zudem 67 Prozent der Jugendämter an, dass noch Plätze für die Unterbringung in familiären Settings (z.B. Pflegefamilien) benötigt werden. Hinsichtlich dieser Unterbringungsform scheint die Situation allerdings etwas weniger eindeutig zu sein, denn 26,4 Prozent der Jugendämter wählten die Antwortmöglichkeit „Es lässt sich nicht genau sagen“. Dies kann möglicherweise dadurch bedingt sein, dass Pflegefamilien für die Unterbringung von UMA nur eine untergeordnete Rolle spielen: Die Ergebnisse zur Art der Unterbringung zeigen, dass UMA und junge Volljährige nur vergleichsweise selten [...]

Von |2025-10-09T19:54:08+02:0024. August 2025|Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Statistik|

Kinderschutz: Rund 69 500 Kinder und Jugendliche im Jahr 2024 vom Jugendamt in Obhut genommen

Weniger Inobhutnahmen durch unbegleitete Einreisen (-22 %), aber mehr durch dringende Kindeswohlgefährdungen (+10 %) und Selbstmeldungen (+10 %) Größter Anstieg bei körperlichen Misshandlungen und Vernachlässigungen Eine Maßnahme dauerte im Schnitt gut zwei Monate – fast zwei Wochen mehr als 2023 WIESBADEN – Die Jugendämter in Deutschland haben im Jahr 2024 rund 69 500 Kinder oder Jugendliche zu ihrem Schutz vorübergehend in Obhut genommen. Das waren gut 5 100 Jungen und Mädchen weniger als im Jahr zuvor (-7 %). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist damit die Zahl der Schutzmaßnahmen erstmals wieder zurückgegangen, nachdem sie zuvor drei Jahre in Folge angestiegen war. Zurückzuführen ist der Rückgang auf die Entwicklung [...]

Von |2025-07-28T20:31:36+02:0028. Juli 2025|Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

Sachsen: Hilfen zur Erziehung für über 61.500 Kinder und Jugendliche im Jahr 2023

Insgesamt 61.581 Kinder und Jugendliche erhielten 2023 in Sachsen erzieherische Hilfen und Eingliederungshilfen bei (drohender) seelischer Behinderung des jungen Menschen. Im Vergleich zu 2022 ist die Zahl um 4 Prozent gestiegen. 2023 wurden für 27.858 junge Menschen 25.416 erzieherische Hilfen und Eingliederungshilfen bei (drohender) seelischer Behinderung des jungen Menschen beendet. Am Jahresende 2023 dauerten für 33.723 Kinder und Jugendliche noch 29.216 Hilfen an. Von den im Jahr 2023 betroffenen Kindern und Jugendlichen waren 21 Prozent jünger als 6 Jahre, 72 Prozent zwischen 6 und 17 Jahren und 7 Prozent junge Volljährige. Sachsenweit haben 9 Prozent aller jungen Menschen unter 18 Jahren im Jahr 2023 eine Hilfe zur Erziehung in Anspruch [...]

Von |2025-10-08T22:19:57+02:0022. Juli 2025|Jugendhilfe, Sachsen, Statistik|
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