Statistik

Zahl der Adoptionen sinkt im Jahr 2025 auf niedrigsten Stand seit der deutschen Vereinigung

Langfristiger Rückgang setzt sich fort: Zahl der Adoptionen sinkt 2025 um 4 % gegenüber dem Vorjahr auf 3 517 adoptierte Kinder Trend zur Stiefkindadoption bei gleichgeschlechtlichen Frauenpaaren hält an Fremdadoptionen, Adoptionsbewerbungen und zur Adoption vorgemerkte Kinder ebenfalls auf historischen Tiefstwerten WIESBADEN – Die Zahl der Adoptionen in Deutschland ist im Jahr 2025 auf den tiefsten Stand seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 gesunken: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden im Jahr 2025 bundesweit 3 517 Kinder adoptiert. Das waren 4 % oder 145 weniger Kinder als im Vorjahr. Damit setzte sich der langfristige Rückgang der Adoptionen in Deutschland weiter fort: Seit sich die Fallzahl von ihrem Höchststand im [...]

NRW: Inobhutnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen 2025 um rund 18 % gesunken

Fast 14.200 Inobhutnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen 2025 Rund 44 % weniger Inobhutnahmen aufgrund unbegleiteter Einreise aus dem Ausland Zahl regulärer Inobhutnahmen dagegen leicht gestiegen – Jungen um 10 % weniger, Mädchen dagegen 12 % häufiger betroffen als im Vorjahr Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2025 haben die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen fast 14.200 Inobhutnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vorgenommen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das rund 18 % weniger Schutzmaßnahmen als im Jahr 2024. Damals waren es rund 17.300 gewesen. Damit sank die Zahl der Inobhutnahmen erstmals seit dem Jahr 2021 wieder unter 16.000 Fälle. Die Jugendämter nehmen Inobhutnahmen vor, wenn ein [...]

Von |2026-06-23T11:58:45+02:0023. Juni 2026|Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Statistik|

Thüringen: Anzahl der Adoptionen im Jahr 2025 weiter rückläufig

Im Jahr 2025 wurden in Thüringen 33 Jungen und 32 Mädchen adoptiert. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik entsprachen die insgesamt 65 Adoptionen einem Rückgang um 12 Verfahren bzw. 15,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024. Damit lag der Wert unter dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre von rund 94 Verfahren und bildete einen neuen Tiefststand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1993. Rund die Hälfte (37 Kinder bzw. 56,9 Prozent) der adoptierten Kinder war unter 3 Jahren alt, 9 Kinder (13,8 Prozent) waren im Alter zwischen 3 und unter 6 Jahren, 8 Kinder (12,3 Prozent) zwischen 6 und unter 12 Jahren und weitere 11 Kinder bzw. Jugendliche (16,9 [...]

Von |2026-06-22T10:53:02+02:0020. Juni 2026|Adoptivfamilie, Statistik, Thüringen|

Brandenburg: Rückgang der Inobhutnahmen in 2025

Im Jahr 2025 wurde die Zahl der Inobhutnahmen in Brandenburg auf insgesamt 1.753 Fälle gesenkt, was einem Rückgang von 15,3 % entspricht. Die Mehrheit der Maßnahmen (1.018 Fälle) war auf eine dringende Kindeswohlgefährdung zurückzuführen. Weitere 426 Kinder und Jugendliche wurden aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland in Schutz genommen. Die Altersgruppe der 14- bis unter 18-jährigen Jugendlichen war mit 59 % am häufigsten vertreten. In 24 % der Fälle veranlasste die Schutzmaßnahme die Polizei, das Gericht bzw. die Staatsanwaltschaft und in 22 % der Fälle wurde das Kind bzw. der Jugendliche selbst aktiv und regte die Maßnahme an.

Von |2026-06-23T13:11:49+02:0019. Juni 2026|Brandenburg, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

Berlin: Rückgang der Inobhutnahmen in 2025

Im Jahr 2025 verzeichnete Berlin mit insgesamt 3.298 Inobhutnahmen von Kindern und Jugendliche einen Rückgang von 30,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Wegen dringender Kindeswohlgefährdung erfolgte die Inobhutnahme für 1.343 Kinder und Jugendliche und aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland wurden 1.553 Kinder und Jugendliche vorläufig in Schutz genommen. Mit einem Anteil von 72 % bildeten die 14- bis unter 18-Jährigen die am stärksten vertretene Altersgruppe. Die Schutzmaßnahmen wurden zu 28 % durch soziale Dienste oder das Jugendamt initiiert. In 34 % der Fälle ging der Anstoß unmittelbar vom betroffenen Kind oder Jugendlichen aus. Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vom 19.06.2026

Von |2026-06-23T13:07:19+02:0019. Juni 2026|Berlin, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

Bayern: Zahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche sinkt im Jahr 2025 auf 5.017

In den meisten Fällen Inobhutnahme wegen dringender Kindeswohlgefährdung Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik werden im Jahr 2025 5 017 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche verzeichnet. Betroffene sind größtenteils 16 Jahre oder älter und männlich. Schweinfurt. Im Jahr 2025 werden in Bayern 5 017 vorläufige Schutzmaßnahmen nach § 42 SGB VIII bzw. § 42a SGB VIII durchgeführt (2024: 5708 Schutzmaßnahmen1)). In 2 552 Fällen findet eine Inobhutnahme wegen dringender Kindeswohlgefährdung statt. In 1 648 Fällen handelt es sich um eine Inobhutnahme unbegleiteter Minderjähriger bei der Einreise aus dem Ausland. Weniger häufig werden Inobhutnahmen durchgeführt aufgrund des eigenen Wunsches eines Kindes oder Jugendlichen (817 Fälle). Grund2)  für eine vorläufige [...]

Von |2026-06-11T19:05:02+02:0012. Juni 2026|Bayern, Kinderschutz, Statistik|

Zahl der Adoptionen in Bayern 2025 seit vier Jahren erstmals wieder ansteigend

Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr liegt bei 7,6 Prozent Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik finden 2025 in Bayern 563 Adoptionen Minderjähriger statt. Das Geschlechterverhältnis ist dabei relativ ausgewogen. Der Großteil der Kinder und Jugendlichen wird durch einen Stiefelternteil adoptiert. Mehrheitlich sind die Kinder zum Zeitpunkt der Adoption jünger als drei Jahre. Mit 91,3 Prozent verfügt der Großteil der Adoptierten über die deutsche Staatsangehörigkeit. Schweinfurt. In 2025 erfolgen in Bayern insgesamt 563 Adoptionen Minderjähriger. Hierbei ist das Geschlechterverhältnis nahezu ausgeglichen. Mädchen werden mit 51,0 Prozent nur geringfügig häufiger adoptiert als Jungen. Die meisten Adoptionen erfolgen, wie bereits im Vorjahr, durch Stiefeltern. Mit 82,9 Prozent machen diese den größten Anteil der Adoptierenden [...]

Von |2026-05-22T10:34:04+02:0020. Mai 2026|Adoptivfamilie, Bayern, Jugendhilfe, Statistik|

Destatis: Zahl junger Menschen in Heimen und Pflegefamilien 2024 weiter gestiegen

134 000 junge Menschen in Heimen und 87 500 in Pflegefamilien Mit insgesamt rund 221 500 Betroffenen 3 % mehr als 2023 Herkunftsfamilien: Eltern in fast jedem zweiten Fall alleinerziehend WIESBADEN – Im Jahr 2024 wurden bundesweit rund 134 000 junge Menschen in einem Heim und knapp 87 500 in einer Pflegefamilie betreut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wuchsen damit zusammen rund 221 500 Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene zumindest zeitweise außerhalb der eigenen Familie auf. Gegenüber 2023 ist die Zahl der Betroffenen um 3 % oder rund 7 000 Fälle gestiegen. Nach fünf Jahren Rückgang war dies bereits der zweite Anstieg in Folge (2023: +4 %). Ein Grund für die erneute Zunahme sind die Entwicklungen rund um ehemals unbegleitet eingereiste Minderjährige: Nach einer vorübergehenden Inobhutnahme durch [...]

Artikel „Die wachsende Bedeutung der Stiefkindadoptionen – auch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften“

Die von der Dortmunder Arbeitsstelle Kinder- & Jugendhilfestatistik – AKJStat herausgegebenen KommentiertenDaten der Kinder- & Jugendhilfe (KomDat) analysieren und bewerten Daten auf der Grundlage der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik. Der Artikel "Die wachsende Bedeutung der Stiefkindadoptionen – auch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften" von Sandra Fendrich und Thomas Mühlmann in KomDat Heft 3/25 informiert auf Grundlage der neuesten Daten über interessante aktuelle Entwicklungen bei den Adoptionen. Kernaussagen: In Deutschland ist die Adoptionstätigkeit 2024 insgesamt leicht gestiegen, befindet sich jedoch auf relativ niedrigem Niveau. Stiefkindadoptionen dominieren mittlerweile, insbesondere bei sehr jungen Kindern. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften tragen wesentlich zu diesem Trend bei. Traditionelle Fremdadoptionen werden vergleichsweise seltener – ein langfristiger Strukturwandel im Adoptionsgeschehen zeichnet sich [...]

Von |2026-01-10T18:19:31+01:0010. Januar 2026|Adoptivfamilie, Fachkräfte, Jugendhilfe, Statistik|

Kindeswohlgefährdungen auf neuem Höchststand: Fallzahl binnen fünf Jahren um 31 % gestiegen

Jugendämter melden für 2024 rund 72 800 Kindeswohlgefährdungen Behörden prüften im Vorfeld fast 239 400 Verdachtsmeldungen Vernachlässigungen und psychische Misshandlungen besonders häufig WIESBADEN – Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in Deutschland hat das dritte Mal in Folge einen neuen Höchststand erreicht: Im Jahr 2024 stellten die Jugendämter in Deutschland bei rund 72 800 Kindern oder Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung durch Vernachlässigung, psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt fest. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg die Zahl der Kindeswohlgefährdungen damit binnen fünf Jahren um fast ein Drittel (+31 %) oder 17 300 Fälle. Im Jahr 2019 – dem Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie – hatte das Niveau noch bei rund 55 500 Kindeswohlgefährdungen [...]

Von |2025-12-18T21:32:43+01:0015. Dezember 2025|Fachkräfte, Jugendhilfe, Statistik|
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