Pflegefamilie

Interessengemeinschaft „Kinder ohne Papiere“ informiert betroffene Pflegefamilien

Wir unterstützen die Interessengemeinschaft „Pflegeeltern von Kindern aus EU- und Nicht-EU-Staaten“, die sich für Pflegekinder mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus einsetzt. Gemeinsam engagieren wir uns für rechtliche Klarheit, gültige Dokumente und sichere Zukunftsperspektiven. Die Interessengemeinschaft "Pflegeeltern von Kindern aus EU- und Nicht-EU-Staaten" hat auf ihrer Website einen FAQ-Bereich neu eingerichtet, der einen ersten Überblick über wichtige Fragen bietet. Die Situation von Pflegekindern ohne Papiere ist jedoch oft komplex und individuell, ebenso wie die bundesweit uneinheitliche Verwaltungspraxis. Alle dortigen Informationen beruhen auf Recherchen und Praxiserfahrungen der Interessengemeinschaft und können daher weder eine einfache Anleitungen bieten noch eine Rechtsberatung ersetzen. Eine zentrale Erfahrung gilt jedoch für alle Fälle: Die Klärung von Identität, Dokumentenlage und Aufenthaltsstatus [...]

BAG LJÄ gibt Empfehlungen zur überregionalen Vermittlung von Pflegekindern

Werden Pflegekinder über Kreis- oder Landesgrenzen hinweg vermittelt, müssen die beteiligten Jugendämter frühzeitig und verlässlich zusammenarbeiten. Die BAG Landesjugendämter hat hierzu am 31.07.2026 Empfehlungen zur Umsetzung von § 37c Abs. 3 Satz 4 SGB VIII veröffentlicht. Sie sollen die Handlungssicherheit der Fachkräfte erhöhen und den Kinderschutz in der Pflegekinderhilfe stärken. In der Praxis kommt es weiterhin vor, dass das Jugendamt am Wohnort einer Pflegeperson erst spät oder gar nicht in die Vermittlung einbezogen wird. Dadurch können wichtige Erkenntnisse zu den Pflegepersonen bzw. Pflegestellen, zu ihrer aktuellen Belegung oder zu den örtlichen Unterstützungsangeboten unberücksichtigt bleiben. Dies gilt insbesondere bei länderübergreifenden Vermittlungen und bei der Beteiligung privater freier Träger. Die Empfehlungen konkretisieren [...]

Von |2026-08-05T17:32:46+02:005. August 2026|Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie|

Benefizaktion des Careleaver e.V.

Gerne machen wir aufmerksam auf den Benefizlauf von und für Careleaver LASS LAUFEN vom 01. bis 31. Oktober 2026. Unser Kooperationspartner Careleaver e.V. bittet alle, die seine wichtige Arbeit unterstützen möchten, mitzumachen. Wer nicht selbst mitläuft, kann andere mit einer Spende anfeuern. Pro Kilometer oder als fester Beitrag. Mit dem Lauf schafft der Verein Aufmerksamkeit für die Themen und Herausforderungen von Careleaver*innen und sammelt gleichzeitig Spenden für seine Vereinsarbeit. Etwa für den Notfallfonds, der Careleaver*innen in finanziellen Krisen schnell und unkompliziert hilft oder das Weihnachtstreffen "Keine*r bleibt allein". nähere Informationen

BRJ kritisiert Sparvorgaben in Berliner Jugendämtern

Der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe (BRJ e.V.) - die Ombudsstelle für Berlin - kritisiert in einer Stellungnahme die Vorgehensweise mehrerer Berliner Jugendämter. Anlass sind Vorgaben zur Jugendhilfe, die nach Einschätzung des BRJ den Eindruck erwecken, dass finanzielle Sparziele zunehmend die Hilfeplanung bestimmen. Der Verein betont, dass Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe gesetzlich am individuellen Bedarf junger Menschen auszurichten sind und nicht von Haushaltslagen abhängig gemacht werden dürfen. Kritisch bewertet werden unter anderem pauschale Reduzierungen von Betreuungsleistungen, die Begrenzung von Hilfen für junge Volljährige sowie Vorgaben zur frühzeitigen Verselbständigung und Wohnraumsuche. Der BRJ warnt davor, dass solche Regelungen den gesetzlichen Anspruch auf bedarfsgerechte Unterstützung unterlaufen und angesichts der angespannten Wohnraumsituation insbesondere junge [...]

Zukunft durch Bildung – Online-Peerberatung für Care Leaver*innen

Mit dem Angebot „Zukunft durch Bildung“ bietet Careleaver-Online eine kostenlose Online-Peerberatung für junge Menschen mit Jugendhilfeerfahrung an. Die Beratung richtet sich insbesondere an Care Leaver:innen, die Fragen zu Schule, Ausbildung, Studium, Beruf, finanziellen Leistungen oder dem Übergang in ein selbstständiges Leben haben. Besonderheit des Angebots: Die Beratung erfolgt von Care Leaver:innen für Care Leaver:innen. Ratsuchende können sich anonym über eine geschützte Online-Plattform oder per E-Mail an das Beratungsteam wenden. Die Beratung ist datengeschützt, kostenlos und zeitlich flexibel erreichbar. Das Angebot wird vom Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim begleitet und soll junge Menschen mit Jugendhilfeerfahrung bei Bildungs- und Zukunftsfragen unterstützen. Weitere Informationen und Zugang zur Beratung: https://careleaver-online.de/online-peerberatung/

Neu erschienen: „Meine Rechte in der Kinder- und Jugendhilfe“

Die Berliner Beratungs- & Ombudsstelle Jugendhilfe hat eine neue Broschüre „Meine Rechte in der Kinder- und Jugendhilfe“ herausgegeben. Welche Rechte haben junge Menschen im Hilfeplanverfahren? Wie können sie sich auf Hilfeplangespräche vorbereiten? Und an wen können sie sich wenden, wenn sie Unterstützung oder Beratung benötigen? Die neue Broschüre richtet sich direkt an Kinder, Jugendliche und junge Volljährige. Sie informiert verständlich über Rechte im Jugendamt und im Hilfeplanverfahren, erklärt wichtige Begriffe der Jugendhilfe, enthält praktische Checklisten zur Vorbereitung auf Hilfeplangespräche und nennt hilfreiche Anlaufstellen in Berlin. Die Broschüre steht hier kostenfrei zum Download bereit: https://brj-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/BBO-Broschuere-Hilfeplanverfahren_online.pdf

„Trude Kuh TV“ interviewt PFAD Niedersachsen

Unsere Kolleginnen Nevim Krüger und Grete Stedler von PFAD Niedersachsen waren zu Gast bei „Trude Kuh“ und sprachen über die Chancen und Herausforderungen von Pflege- und Adoptivfamilien. Im Interview geht es unter anderem um die Unterstützung von Kindern mit belastenden Vorerfahrungen, die Bedeutung von Begleitung für Familien sowie die Arbeit von PFAD Niedersachsen als Interessenvertretung. Zum Interview: https://www.trude-kuh.de/nevim-krueger-und-grete-stedler-von-pfad-niedersachsen-zu-gast-bei-trude-kuh/

Elterngeldreform enttäuscht Pflegeeltern – PFAD Bundesverband sieht Notwendigkeit der Ausweitung von Leistungsberechtigten

Die aktuelle Elterngeldreform sieht trotz jahrelanger Forderungen keine Geldleistungen für Pflegeeltern vor. In unserer heutigen Pressemitteilung machen wir auf die dadurch entstehende Ungerechtigkeit für Pflegefamilien aufmerksam und fordern mit Nachdruck, das Gesetz jetzt nachzubessern.  Elterngeldreform enttäuscht Pflegeeltern – PFAD Bundesverband sieht Notwendigkeit der Ausweitung von Leistungsberechtigten Berlin, 14.07.2026 Die erwarteten Änderungen des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes führen derzeit zu bundesweiten Diskussionen. Der entsprechende Gesetzesentwurf liegt dem PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e. V. nun vor und sorgt vor allem bei Pflegeeltern für große Enttäuschung. Trotz wiederholter Ansprache, Stellungnahmen und Appelle an das Bundesfamilienministerium durch den PFAD Bundesverband und viele andere Verbände werden Pflegeeltern im bisherigen Entwurf nicht als leistungsberechtigte Elterngeldempfänger*innen [...]

PFAD Stellungnahmen zu Gesetzentwürfen des BMJV

In dieser Woche hat der PFAD Bundesverband zwei Stellungnahmen an das Bundesjustizministerium gesendet. Inhaltlich geht es in diesen um eine ganze Reihe bevorstehender Gesetzesentwürfe, welche auch Einfluss auf die Rechtsstellung und den Alltag von Pflegekindern und -familien haben werden. Gelobt wurde u. a. der bessere Schutz von Pflegekindern vor einer ungerechtfertigten Herausnahme aus der Pflegefamilie. Kritisiert wurde u. a. die fehlende Möglichkeit des Beschwerdewegs von Pflegeeltern. Auch bleiben noch wichtige Punkte u. a. zu Adoptionsthemen unbeantwortet. Insgesamt bewerten wir die zu erwartenden Änderungen für Pflegefamilien als tendenziell positiv, nicht zuletzt auch, weil wir eine positive Haltung der ministeriellen Ebene zum Pflegekindschaftsrecht wahrnehmen. Pflegefamilien werden nun auch im BGB nicht mehr [...]

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