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Über Ulrike Schulz

Pflegemutter seit dem letzten Jahrtausend. Von Anfang an aktiv im PFAD Verband: erst auf kommunaler, dann bayerischer, jetzt Bundesebene. So alt wie Nutella, mag britische Komödien, hört gerne Funk und Soul und findet zu wenig Zeit für Handarbeiten und Garten. Motto (nach Erich Kästner): "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es."

Berlin würdigt erstmals Pflegeeltern aus allen Bezirken mit einem Jahresempfang

Am Freitag den 30. Januar 2026 fand in Berlin zum ersten Mal ein Empfang für Berliner Pflegeeltern im Hotel Estrel statt. Dieser Termin fand im Rahmen der Bemühungen statt, die Attraktivität der Vollzeitpflege zu steigern und mehr Menschen für diese wichtige Aufgabe zu gewinnen. Es wurde auch auf den Bedarf der anderen Pflegeformen wie Kurz- und Krisenpflege hingewiesen. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner und die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie Katharina Günther-Wünsch fanden sehr wertschätzende Worte und zeigten auf, welch wichtige Arbeit Pflegeeltern leisten. Auch auf den wachsenden Bedarf nach neuen Pflegefamilien wiesen sie nachdrücklich hin. Hier sei Berlin aber auf einem guten Weg. Seit Beginn der Einführung einer [...]

Zwangsadoptionen in der DDR: Studie belegt Systemunrecht

Pressemitteilung des DIH - Deutschen Institut für Heimerziehungsforschung GmbH Berlin, [22.1.2026] – Eine neue wissenschaftliche Studie zur Aufarbeitung von Zwangsadoptionen in der SBZ/DDR (1945–1989) kommt zu einem differenzierten, aber klaren Ergebnis: Es gab Zwangsadoptionen in der DDR – jedoch anders, als das verbreitete Narrativ vermuten lässt. Das Bundesministerium des Innern hatte das Deutsche Institut für Heimerziehungsforschung (DIH) zum 1.7.2022 mit der Umsetzung eines wissenschaftlichen Forschungsprojekts zur Aufarbeitung von Zwangsadoptionen in der SBZ/DDR in der Zeit von 1945 – 1989 beauftragt. Das Forschungsprojekt sollte die Bedeutung, den Umfang, die historische Dimension, den politisch motivierte Adoptionsverfahren im Unrechtssystem der SED-Diktatur spielten, erforschen. Dieses Ziel hat der Deutsche Bundestag in seinem Beschluss vom [...]

Von |2026-02-02T10:31:38+01:002. Februar 2026|Adoptivfamilie, Forschung, Netzwerke, Politik, Rechtliches|

Land Berlin würdigt Einsatz von Pflegeeltern

Das Land Berlin würdigt erstmals Pflegeeltern aus allen Bezirken mit einem Jahresempfang. «Pflegefamilien leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den Schutz und die Entwicklung von Kindern», sagte Familiensenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU). «Mit der heutigen Würdigung machen wir dieses Engagement erstmals stadtweit sichtbar und sagen Danke.» Rund 800 Pflegefamilien beim Jahresempfang Zur Veranstaltung lud die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister ein. «Pflegeeltern und Pflegefamilien schenken Kindern das Wertvollste, was es gibt: Geborgenheit und ein sicheres Zuhause», sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU). Der Jahresempfang werde künftig jährlich veranstaltet. «Unser Anspruch ist es, Pflegekindern sichere und stabile Lebensorte zu bieten und Pflegefamilien nachhaltig zu unterstützen», sagte [...]

Von |2026-01-31T17:39:03+01:0031. Januar 2026|Berlin, Fachkräfte, Pflegefamilie, Politik|

BuMF erstellt Glossar: Sprache. Macht. Teilhabe.

Der Bundesfachverband Migration und Flucht (BuMF) stellt im Januar 2026 ein Glossar zur Verfügung, das demnächst auch gedruckt bestellt werden kann. Es lädt dazu ein, Begriffe zu hinterfragen und diskriminierungskritisch zu handeln. Es richtet sich an alle, die mit jungen geflüchteten Menschen arbeiten – in Jugendhilfe, Bildung, Gesundheit, Verwaltung oder Ehrenamt. Die Sammlung ist nicht abschließend und nicht allgemeingültig: Sprache verändert sich, ebenso wie gesellschaftliche Debatten. Diese Begriffe werden als bessere Alternativen genauer geschrieben: Alterseinschätzung statt „Altersfeststellung“ Asylsuchend statt „Asylbewerber*in“ Beteiligung statt „Mitwirkung“ (im Rahmen der Jugendhilfe) Fluchtmigration statt „irreguläre Migration“ Geflüchtete Kinder/Jugendliche statt „Flüchtlinge“ Unbegleitete Minderjährige statt „umF/umA“ Menschen mit Behinderung/Lernschwierigkeiten statt „Behinderte“ Vorläufige Vertretung statt „Notvertretung“ Rechtliche Vertretung [...]

Von |2026-01-31T17:08:44+01:0031. Januar 2026|Best Practise, Fachkräfte, Verschiedenes|

PFAD Stellungnahme: Bundesweite Kürzungen von erhöhten Pauschalbeträgen zur Anerkennung der Erziehung und Pflege (§ 39 SGB VIII) ohne Veränderungen des tatsächlichen Mehrbedarfs von Pflegekindern

PFAD Berlin, 23. Januar 2026 Stabile und entwicklungsfördernde Lebensbedingungen für junge Menschen in der Bereitschafts- und Vollzeitpflege bedürfen neben u.a. dem persönlichen Engagement, hoher sozialer Kompetenzen und Fachwissen von Pflegeeltern sowie einer verlässlichen und professionellen Beratung durch die Pflegekinderhilfe auch einer bedarfsgerechten finanziellen Absicherung durch die öffentliche Jugendhilfe. Kommt die öffentliche Jugendhilfe dieser Absicherung bei Pflegeverhältnissen mit Mehrbedarf nicht nach, gefährdet sie damit nicht nur die Existenz von Pflegefamilien, sondern auch die Infrastruktur der erzieherischen Hilfen. Finanzierung von Pflegeverhältnissen über verschiedene Pauschalbeträge § 39 SGB VIII regelt die „Leistungen zum Unterhalt des Kindes oder des Jugendlichen“, wenn der junge Mensch außerhalb der Herkunftsfamilie, z.B. in einer Pflegefamilie, lebt. Diese als [...]

AG Medien diskutiert Folge „Kindeswohl“ der Serie „Der Bergdoktor“

Bei ihrem Online-Treffen im November diskutierte die AG Medien unter dem Dach des PFAD Bundesverbandes die Folge "Kindeswohl" aus der ZDF-Serie "Der Bergdoktor", die in der ZDF-Mediathek angesehen werden kann. Kurzer Abriss der Handlung Der 14-jährige John fällt auf, als er dem Bergdoktor ein Rezept für ein ADHS-Medikament klauen will. Seine Pflegeeltern vermuten, das Mittel sei Schuld an seinen ständigen Infekten und wollen es probehalber eine Weile absetzen. In die Diagnose und Behandlung mischt sich auch Johns leibliche Mutter ein, die seit kurzem wieder Teil seines Lebens ist. Diskussion Positiv ist uns aufgefallen, dass viele Aspekte des Daseins als Pflegefamilie angesprochen wurden: Angefangen mit der simplen Tatsache, dass John einen [...]

PFAD Stellungnahme zur Tagesschau-Meldung vom 14.01.2026: „Wenn das Jugendamt das Kind von der Kita holt“

PFAD Berlin, 20.01.2026 Uns macht die Nachricht über die Abholung eines Pflegekindes aus dem Kindergarten durch das Jugendamt ohne Wissen der Pflegeeltern sowie ohne Vorwarnung fassungslos. Wir schätzen diese Art der Verfahrenspraxis durch die öffentliche Jugendhilfe als fachlich äußerst bedenklich ein. Wir wissen, dass die Inobhutnahme eines Kindes aus seiner Herkunftsfamilie eine hoheitliche Aufgabe ist, welche ein Jugendamt zur Sicherstellung des Kindeswohls durchführt. Dies ist verbunden mit der Abwägung über den notwendigen Eingriff durch das Jugendamt. Hieraus resultiert die teilweise umgesetzte Praxis, ein betroffenes Kind während der Betreuungszeit aus der Kindertagestätte abzuholen, um im Rahmen der Krisenintervention dem Kind zusätzliches Leid und Eskalation mit den Herkunftseltern in der familiären Wohnung [...]

Bayern: Neue Landesombudsstelle nimmt Arbeit auf

Die neue Landesombudsstelle Bayern beim Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) unterstützt junge Menschen und Familien bei Konflikten mit Jugendämtern und Trägern der Kinder- und Jugendhilfe. Sie bietet unabhängige, weisungsungebundene Beratung, informiert über Rechtsansprüche sowie Handlungs- und Beteiligungsmöglichkeiten und hilft, Konflikte niedrigschwellig zu klären. Ziel ist es, Betroffene zu stärken und Lösungswege aufzuzeigen. Die Landesombudsstelle nahm am 2. Januar 2026 ihre Arbeit auf. Die Beratung ist kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym. Weitere Informationen unter www.landesombudsstelle.bayern.de.

PFAD Rezensionen auf unserer Website

Bisher veröffentlichten wir ausführliche Rezensionen über interessante Bücher rund um Themen für Pflege- und Adoptivfamilien sowie Fachkräfte der Jugendhilfe und angrenzender Bereiche in unserer vierteljährlichen PFAD Fachzeitschrift. Ab diesem Jahr finden Sie die Texte unserer fleißigen Rezensent*innen auf unserer Website unter dem Menüpunkt Blog. Wir beurteilen für Sie i.d.R. neu erschienene Publikationen aus einer breiten Themenpalette, geordnet nach Kategorien: Kinderbücher Jugendbücher Sachbücher Belletristik Biografien Die Sammlung wird ständig erweitert, sodass es sich lohnt immer mal reinzuschauen. :0)

Pflegemutter verurteilt wegen Totschlag an ihrem 21 Monate alten Pflegekind – Die Gefahr des „Schütteltraumas“

Das Landgericht Bamberg verurteilte eine Pflegemutter wegen Totschlags an ihrer 21 Monate alten Pflegetochter im Dezember 2024 zu einer Haftstrafe von sechs Jahren. Das Gericht folgte in seinem Urteil den Einschätzungen derjenigen Gutachter, die ein Schädel-Hirn-Trauma durch heftiges Schütteln als Todesursache feststellten. Als Begründung wurden eine "gewissen Überforderung" und ein "Augenblickversagen" vermutet. Die Frau leugnete bis zum Schluss, dem Kind etwas angetan zu haben. Das Urteil vom 08.01.2026 ist noch nicht rechtskräftig. Wir sind tief bestürzt über den furchtbaren Tod des kleinen Mädchens in seiner Pflegefamilie und möchten an dieser Stelle auf die Gefährlichkeit des "Schütteltraumas" (Shaken-Baby-Syndrom) hinweisen. Denn es gibt keine Behandlungsmöglichkeit, die bereits entstandene Hirnschäden rückgängig machen kann! [...]

Von |2026-01-14T17:23:40+01:0014. Januar 2026|Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Gesundheit, Pflegefamilie|
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