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Über Ulrike Schulz

Pflegemutter seit dem letzten Jahrtausend. Von Anfang an aktiv im PFAD Verband: erst auf kommunaler, dann bayerischer, jetzt Bundesebene. So alt wie Nutella, mag britische Komödien, hört gerne Funk und Soul und findet zu wenig Zeit für Handarbeiten und Garten. Motto (nach Erich Kästner): "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es."

IGfH-Fachtagung 2024: Erziehungshilfen als gute Orte

Das Programm der IGfH-Fachtagung "Erziehungshilfen als gute Orte" vom 18.-20. September 2024 in Potsdam steht fest. Man kann sich bereits anmelden unter https://igfh.de/jahrestagung-2024. Der Begriff des Ortes verweist auf die realen und konkreten Lebensbedingungen, in denen (junge) Menschen zu Hause sind. Gleichzeitig sind Orte auch immer Beziehungsräume. Ambulante und stationäre Erziehungshilfen sowie die Pflegekinderhilfe als Teil der Infrastrukturen in Kindheit und Jugend sollen neue Entwicklungsprozesse anregen, Rechte von jungen Menschen einlösen und Schutz bieten. Es geht um Orte, an und in denen junge Menschen Ressourcen zur Bewältigung ihrer Entwicklungsaufgaben vorfinden. Ziel ist es, Bedingungen zu schaffen, in denen junge Menschen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und soziale Vielfalt erfahren, Rechte einfordern [...]

Careleaver-Programm 2024

Der Careleaver e.V. kann in diesem Jahr bereits sein 10-jähriges Jubiläum feiern! Der Verein von Careleavern für Careleaver bietet ein umfangreiches Jahresprogramm für junge Menschen aus der Jugendhilfe an. Das Jahresprogramm gibt es als Download oder Sie können gedruckte Exemplare  über info@careleaver.de kostenlos bestellen.  

PFAD Fachzeitschrift 1/2024: „Von Teilnahme zu Beteiligung“

Die Februar-Ausgabe der PFAD Fachzeitschrift befasst sich mit einem breiten Spektrum an Möglichkeiten zur Beteiligung: einem Projekt für in der Jugendhilfe aufgewachsene junge Menschen, der Stärkung von Selbstvertretungen, der Förderung der Zusammenarbeit in der Pflegekinderhilfe, einer Teilhabe ermöglichenden Technologie, Erleichterungen durch das Onlinezugangsgesetz und damit, warum der Jugendhilfeausschuss ein wichtiges Gremium für Pflegeeltern sein kann. Unsere Vorsitzende Ulrike Schulz schreibt in ihrem Editorial: “Beteiligung ist eine sensible Sache. Sie soll Machtverhältnisse ausgleichen und helfen, Kompromisse zwischen verschiedenen Interessengruppen zu finden. In der sozialen Arbeit wie auch der Politik ist sie maßgeblich dafür, dass die Interessen von Klient*innen bzw. Bürger*innen in Entscheidungen einbezogen werden, Verbesserungen angegangen und dann auch mitgetragen werden. [...]

Broschüre zum neuen Sozialen Entschädigungsrecht

Am 01.01.2024 trat das SGB XIV in Kraft. Es regelt das Soziale Entschädigungsrecht (SER) neu und löst das bisherige Opferentschädigungsgesetz ab. Dazu wurde die Broschüre "SGB XIV: Das neue Soziale Entschädigungsrecht - Eine Praxishandreichung zur Unterstützung Betroffener von sexualisierter Gewalt, häuslicher Gewalt und Menschenhandel" erarbeitet. Sie bietet einen gut verständlichen Einstieg in das neue Soziale Entschädigungsrecht und einen Überblick über die Rechtsgrundlagen und Handlungsmöglichkeiten. In verschiedenen Kapiteln wird dargestellt, wer leistungsberechtigt ist und welche Voraussetzungen es im SER gibt; welche Leistungen im Rahmen des SER in Anspruch genommen werden können (z. B. schnelle psychotherapeutische Hilfe in einer Traumaambulanz, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, Krankenbehandlung oder monatliche Entschädigungszahlungen); was bei der [...]

BbP legt “Handreichung für die Ausbildung von Kinderschutzfachkräften und insoweit erfahrenen Fachkräften im inklusiven Kinderschutz” vor

Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. veröffentlicht eine Handreichung, mit der erstmalig ein Praxisleitfaden für die Weiterbildung von Fachkräften im inklusiven Kinderschutz erarbeitet wurde. Sie bildet die Vielfalt der Themen im Kontext des inklusiven Kinderschutzes ab, fügt einen kleinen Baustein zum besseren Urteilsvermögen hinzu und definiert Kinderschutz als einen Prozess und keine Momentaufnahme. In der Fachwelt der Kinder- und Jugendhilfe spürt man häufig noch Unsicherheit und Ängste, vor allem dann, wenn es um Kinder mit intensivpflegerischem Bedarf geht. Dies kann zu Fehleinschätzungen führen, wenn nicht an den notwendigen Stellen sensibilisiert wird. So können Gefährdungslagen von Kindern mit Behinderung überbewertet oder aber mit Blick auf die Behinderung nicht ernst genommen und unterbewertet [...]

Bayern veröffentlicht “Fachliche Empfehlungen zu Schutzkonzepten in der Pflegekinderhilfe gemäß § 37b Abs. 1 SGB VIII”

Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder-und Jugendstärkungsgesetz – KJSG) hat der Gesetzgeber zur Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in Familienpflege die ausdrückliche Verpflichtung zur Anwendung von Schutzkonzepten bei Pflegeverhältnissen eingeführt (§ 37b Abs. 1 SGB VIII) sowie die Sicherstellung von Beschwerdemöglichkeiten während der Dauer eines Pflegeverhältnisses festgeschrieben (§ 37b Abs. 2 SGB VIII). Um die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe bei der Umsetzung dieser neuen Anforderungen zu unterstützen, wurde die Verwaltung des Bayerischen Landesjugendamts im Rahmen der 150. Sitzung des Bayerischen Landesjugendhilfeausschusses beauftragt, fachliche Empfehlungen zur Umsetzung von Schutzkonzepten gemäß § 37b Abs. 1 SGB VIII auf Ebene eines Expertinnen- und Expertenkreises zu [...]

BMFSFJ: Änderungen bei Leistungen für Familien im Jahr 2024

Das BMFSFJ hat für das Jahr 2024 Änderungen bei Leistungen für Familien bekannt gegeben. Kinderzuschlag: Der Kinderzuschlag wird ab dem 1. Januar 2024 erhöht - von bis zu 250 Euro auf bis zu 292 Euro pro Monat und Kind. Unterhaltsvorschuss: Ab Januar 2024 beträgt der Vorschuss für Kinder im Alter von 0 bis 5 Jahren monatlich bis zu 230 Euro - und damit 43 Euro mehr als zuvor, für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren monatlich bis zu 301 Euro - das sind 49 Euro mehr als zuvor, und für Kinder im Alter von 12 bis 17 Jahren monatlich bis zu 395 Euro - also 57 Euro mehr [...]

Von |2024-01-05T12:39:42+01:005. Januar 2024|Adoptivfamilie, Finanzielles, Pflegefamilie|

Destatis: Über 207 000 junge Menschen wuchsen 2022 in einem Heim oder einer Pflegefamilie auf

WIESBADEN – Im Jahr 2022 wurden in Deutschland rund 121 000 junge Menschen in einem Heim und weitere rund 86 000 in einer Pflegefamilie betreut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wuchsen damit rund 207 000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene - zumindest zeitweise - außerhalb der eigenen Familie auf. Das waren 1 % oder rund 2 900 weniger junge Menschen als im Jahr zuvor. Die Betroffenen: In gut jedem vierten Fall jünger als 10 Jahre In gut jedem vierten Fall (27 %) waren die jungen Menschen, die 2022 außerhalb der eigenen Familie betreut wurden, jünger als 10 Jahre, in knapp jedem zweiten Fall (48 %) jünger als 14 Jahre. [...]

Von |2024-01-04T14:34:36+01:0021. Dezember 2023|Jugendhilfe, Pflegefamilie, Statistik|

Sachsen-Anhalt: 7.585 junge Menschen lebten 2022 in Heimen oder Pflegefamilien

2022 lebten in Sachsen-Anhalt 7 585 junge Menschen in einem Heim oder in einer Pflegefamilie, das war ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr (+0,2 %). Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wuchsen 3 004 junge Menschen in einer Pflegefamilie (39,6 %) und 4 581 in einem Heim (60,4 %) auf. Während die Unterbringung in einer Pflegefamilie zum ersten Mal seit 2014 rückläufig war (-68 Hilfen), stieg die Anzahl der Heimerziehungen erstmalig seit 2018 um 83 Plätze an, dazu zählen alle Fälle, die im Jahr beendet wurden oder über den 31.12.2022 hinaus andauerten. 88,4 % der jungen Menschen in Heimerziehung oder Vollzeitpflege waren minderjährig, etwa 1/4 davon war zwischen 15 und unter [...]

Von |2024-01-04T14:36:17+01:0020. Dezember 2023|Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Sachsen-Anhalt, Statistik|

Nicht jedem Kind sieht man seine Beeinträchtigungen an

Manchmal habe ich den Eindruck, dass Kinder mit einer sichtbaren Behinderung leichter und selbstverständlicher Hilfen bekommen und ihre Pflege- und Adoptiveltern durch die Gesellschaft eine größere Akzeptanz und Anerkennung ihrer täglichen Pflege erfahren. Pflegefamilien mit Kindern, die andere - eben nicht gleich ersichtliche - Einschränkungen haben, müssen es manchmal aushalten, durch die besonderen Verhaltensweisen ihrer Kinder in der Öffentlichkeit aufzufallen und schief angesehen zu werden. Allzu schnell werden Pflegeeltern dann darauf reduziert, dass sie mit ihrer Tätigkeit ja nur Geld verdienen wollen. Nun ist es aber gerade auch in „normalen“ Pflegefamilien leider selten so, dass die ihnen anvertrauten Kinder ohne jede Beeinträchtigung sind. Viele Pflegekinder bringen aufgrund ihrer Vorgeschichte unsichtbare [...]

Von |2023-12-19T15:40:26+01:0019. Dezember 2023|Blog der Redaktion|
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