Adoptivfamilie

Sachsen-Anhalt: 22,6 % mehr Adoptionen 2024 als im Vorjahr

2024 wurden in Sachsen-Anhalt 114 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren adoptiert (57 Mädchen und 57 Jungen). Damit stieg die Zahl der Adoptionen gegenüber dem Vorjahr um 22,6 % (2023: 93). Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt weiter mitteilt, waren zum Zeitpunkt der Adoption mehr als 2/3 der Minderjährigen jünger als 3 Jahre (77), 7 Kinder im Alter zwischen 3 und unter 6 Jahren, 17 zwischen 6 und unter 12 Jahren und weitere 13 Minderjährige 12 Jahre und älter. Am häufigsten erfolgten Adoptionen in der der Landeshauptstadt Magdeburg (23), in der Stadt Halle (Saale) (21) und im Landkreis Harz (21). Am wenigsten wurden Kinder und Jugendliche in der Stadt Dessau-Roßlau vermittelt [...]

Bayern: Mehr als 81 Prozent aller Adoptionen erfolgen 2024 durch Stiefeltern

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik finden 2024 in Bayern 523 Adoptionen statt. Im Vergleich zum Vorjahr erfolgt ein Rückgang der Adoptionen um 0,4 Prozent. Das Geschlechterverhältnis ist dabei relativ ausgewogen. Der Großteil der Kinder und Jugendlichen wird durch einen Stiefelternteil adoptiert. Mehrheitlich sind die Kinder zum Zeitpunkt der Adoption jünger als drei Jahre. Mit 92,0 Prozent verfügt eine Vielzahl der Adoptierten über die deutsche Staatsbürgerschaft. Schweinfurt. In 2024 erfolgen in Bayern insgesamt 523 Adoptionen Minderjähriger. Hierbei ist das Geschlechterverhältnis nahezu ausgeglichen. Mädchen werden mit 51,1 Prozent nur geringfügig häufiger adoptiert als Jungen. Die meisten Adoptionen erfolgen, wie bereits im Vorjahr, durch Stiefeltern. Mit 81,5 Prozent machen diese den [...]

Von |2025-06-19T13:51:05+02:0019. Juni 2025|Adoptivfamilie, Bayern, Statistik|

Dunkelfeldstudie: Fast 13 Prozent erlebten sexualisierte Gewalt im Kinder- und Jugendalter

Eine erste bundesweite, repräsentative Studie, die die Häufigkeit sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche untersucht, zeigt, dass das Ausmaß von Missbrauch in Deutschland erheblich ist. 12,7 Prozent der Befragten gaben an, mindestens einmal im Kinder- und Jugendalter von sexualisierter Gewalt betroffen gewesen zu sein. Betroffen sind vor allem Frauen, als Täter werden hingegen mehrheitlich Männer angegeben. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Studie, die vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit initiiert und im Rahmen des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit und gemeinsam mit der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik in Ulm und dem Kriminologischen Institut in Heidelberg in Kopperations mit dem Umfrageinstitut infratest dimap durchgeführt. Die Studie wurde mit Eigenmitteln der [...]

Im Fokus: Ortsgruppen – Teil 3: Tipps zur Ausgestaltung von Treffen von Adoptiv- und Pflegefamilien

Tipps zur Ausgestaltung von Treffen von Adoptiv- und Pflegefamilien Selbsthilfegruppen rund um das Leben mit Adoptiv- und Pflegekindern brauchen besondere Sensibilität, klare Grenzen, verlässliche Strukturen und eine traumasensible Haltung. Das Ziel ist, Erfahrungsaustausch, Verständnis, Vernetzung und Entlastung zu schaffen – nicht Aufarbeitung oder Therapie. Bei persönlichen Treffen sollten daher einige Aspekte beachtet werden. Wertschätzender, urteilsfreier Raum: Jedes Kind und jede Familie haben eine eigene Geschichte – diese darf nicht bewertet werden. Kinderschutz und Vertraulichkeit: Verschwiegenheitsverpflichtung in der Selbsthilfe beachten! Persönliche Details, vor allem über Herkunft, Traumata oder die Herkunftsfamilie dürfen niemals aus der Gruppe nach außen getragen werden. Traumasensibilität: Viele Adoptiv- und Pflegekinder haben traumatische Erfahrungen gemacht (Verlust, Vernachlässigung, [...]

Rückschau auf den 18. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag

Nur alle vier Jahre findet der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) statt. Immer an verschiedenen Orten, hat sich diese mehrtägige Fachtagung zum größten Jugendhilfegipfel in Europa entwickelt. Unter dem Motto "Weil es ums Ganze geht: Demokratie durch Teilhabe verwirklichen!" bietet die Fachmesse 2025 mittlerweile ca. 300 Messestände und der angeschlossene Fachkongress über alle drei Tage rund 300 Veranstaltungen an. Veranstalter ist die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ, ein Netzwerk und Forum für über 100 überregional oder bundesweit tätige Dachverbände, Institutionen und Vereine. PFAD hat bereits an den letzten vier Jugendhilfetagen 2011 in Stuttgart, 2014 in Berlin, 2017 in Düsseldorf und 2021 im digitalen Raum aktiv teilgenommen. Auch beim [...]

Neue Broschüre: Deine Kinderrechte – löwenstark erklärt

Ergänzend zu der Broschüre “Eure Kinderrechte” entstand 2024 in gemeinsamer Herausgeberschaft der National Coalition Deutschland mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) die Broschüre “Deine Kinderrechte – löwenstark erklärt”. Die Broschüre richtet sich an Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren. Durch die Broschüre führt der Löwe Kire, der gemeinsam mit den jungen Leser:innen auf Abenteuerreise geht, damit Kinder mehr über ihre Rechte erfahren. In der Broschüre begegnet er verschiedenen Tieren, die verschiedene Kinderrechte erklären. Die Broschüre enthält Texte und Übungen für Kinder zur Reflektion und Vertiefung der Kinderrechte sowie einen herausnehmbaren Stickerbogen im Innenteil. Die Broschüre kann hier kostenlos bestellt oder als pdf heruntergeladen werden.

Länder setzen sich für Gleichbehandlung von Zwei-Mütter-Familien ein

Mit einer am 23. Mai 2025 gefassten Entschließung ruft der Bundesrat die Bundesregierung dazu auf, das Abstammungsrecht bei Zwei-Mütter-Familien zu ändern. Langwieriges Adoptionsverfahren für die zweite Mutter Als Grund für seinen Vorstoß, der auf eine Initiative von Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen zurückgeht, nennt der Bundesrat die fehlende Gleichstellung von Regenbogenfamilien im Abstammungsrecht. So werde bei Zwei-Mütter-Familien derzeit nur die leibliche Mutter in die Geburtsurkunde und das Geburtenregister eingetragen. Die andere Mutter müsse ein langwieriges Adoptionsverfahren durchlaufen, um rechtlich als Elternteil anerkannt zu werden. Bei Paaren, die aus einer Frau und einem Mann bestehen, werde der Mann bei der Geburt eines Kindes hingegen automatisch Vater, wenn er mit der leiblichen Mutter [...]

Von |2025-05-23T15:33:30+02:0023. Mai 2025|Adoptivfamilie, Bewerber, Politik, Rechtliches|

PFAD Gruppen einfach finden – Entdecken sie unser real life Netzwerk!

Neu auf unserer Webseite ist eine interaktive Karte, auf der man ganz einfach unsere regionalen Mitgliedsorganisationen und Landesverbände finden kann. Ebenso sind dort "Gruppen in Gründung" verzeichnet. Sie freuen sich über Leute, die wie sie eine Selbstvertretung in ihrer Region unter dem Dach von PFAD aufbauen möchten. Klickt man auf die Marker, erscheinen die Websites der Gruppen und Vereine bzw. Kontaktdaten von Aktiven, die man kontaktieren kann, wenn man Fragen hat, sich vernetzen und unterstützen möchte. Unsere Karte funktioniert sowohl auf PCs als auch auf mobilen Geräten, damit jederzeit und überall Zugriff möglich ist. zur Karte der PFAD Mitgliedsorganisationen  

PFAD Handout für Lehrerinnen und Lehrer aktualisiert

Wir haben unser beliebtes Handout für Lehrerinnen und Lehrer (pdf) aktualisiert. Es gibt Hinweise zum Umgang mit Schulschwierigkeiten von Kindern in schwieriger familiärer Lage. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Buch: „Pflegekinder und Adoptivkinder in der Schule, Hinweise zum Umgang mit Schulschwierigkeiten von Kindern in schwieriger familiärer Lage“, das vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung, München herausgegeben wurde. Das Buch kann bestellt werden beim PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern e.V.: info@pfad-bayern.de. Als weitere Lektüre zu diesem Thema empfehlen wir: Maike Lohmann: Traumatisierte Schüler in Schule und Unterricht: Grundwissen, Strategien und Praxistipps für Lehrer (2022), ISBN-10: 3403104168 Anne Schlachtberger: FASD und Schule - Eine Handreichung zum Umgang mit Schülern mit Fetaler Alkoholspektrumstörung [...]

PFAD Fachzeitschrift 2/2025: “Kinderschutz – Theorie und Praxis”

Im Mai-Heft der PFAD Fachzeitschrift beleuchten wir im Thementeil die Umsetzung und Hintergründe der seit 2021 vorgeschriebenen Erarbeitung von Konzepten zur Sicherung der Rechte des Kindes oder des Jugendlichen und zum Schutz vor Gewalt in Pflegefamilien. Unsere Vorsitzende Ulrike Schulz schreibt in ihrem Editorial: “Pflegefamilien sehen sich als Teil des Kinderschutzsystems. Aber wie überall, kann es auch hier schwarze Schafe und Systemversagen geben. Doch ist die Implementierung von Schutzkonzepten in privaten Familien eben nicht so einfach. Deshalb ist ja auch vorgesehen, für jedes Pflegeverhältnis ein individuelles Schutzkonzept zu erarbeiten. Und zwar unter Beteiligung des Kindes/Jugendlichen in Pflege sowie seiner Pflegeeltern. Dabei darf unseres Erachtens nicht Misstrauen gegenüber Pflegeeltern oder das [...]

Nach oben