Politik

Interessengemeinschaft „Kinder ohne Papiere“ informiert betroffene Pflegefamilien

Wir unterstützen die Interessengemeinschaft „Pflegeeltern von Kindern aus EU- und Nicht-EU-Staaten“, die sich für Pflegekinder mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus einsetzt. Gemeinsam engagieren wir uns für rechtliche Klarheit, gültige Dokumente und sichere Zukunftsperspektiven. Die Interessengemeinschaft "Pflegeeltern von Kindern aus EU- und Nicht-EU-Staaten" hat auf ihrer Website einen FAQ-Bereich neu eingerichtet, der einen ersten Überblick über wichtige Fragen bietet. Die Situation von Pflegekindern ohne Papiere ist jedoch oft komplex und individuell, ebenso wie die bundesweit uneinheitliche Verwaltungspraxis. Alle dortigen Informationen beruhen auf Recherchen und Praxiserfahrungen der Interessengemeinschaft und können daher weder eine einfache Anleitungen bieten noch eine Rechtsberatung ersetzen. Eine zentrale Erfahrung gilt jedoch für alle Fälle: Die Klärung von Identität, Dokumentenlage und Aufenthaltsstatus [...]

Elterngeldreform enttäuscht Pflegeeltern – PFAD Bundesverband sieht Notwendigkeit der Ausweitung von Leistungsberechtigten

Die aktuelle Elterngeldreform sieht trotz jahrelanger Forderungen keine Geldleistungen für Pflegeeltern vor. In unserer heutigen Pressemitteilung machen wir auf die dadurch entstehende Ungerechtigkeit für Pflegefamilien aufmerksam und fordern mit Nachdruck, das Gesetz jetzt nachzubessern.  Elterngeldreform enttäuscht Pflegeeltern – PFAD Bundesverband sieht Notwendigkeit der Ausweitung von Leistungsberechtigten Berlin, 14.07.2026 Die erwarteten Änderungen des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes führen derzeit zu bundesweiten Diskussionen. Der entsprechende Gesetzesentwurf liegt dem PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e. V. nun vor und sorgt vor allem bei Pflegeeltern für große Enttäuschung. Trotz wiederholter Ansprache, Stellungnahmen und Appelle an das Bundesfamilienministerium durch den PFAD Bundesverband und viele andere Verbände werden Pflegeeltern im bisherigen Entwurf nicht als leistungsberechtigte Elterngeldempfänger*innen [...]

PFAD Stellungnahmen zu Gesetzentwürfen des BMJV

In dieser Woche hat der PFAD Bundesverband zwei Stellungnahmen an das Bundesjustizministerium gesendet. Inhaltlich geht es in diesen um eine ganze Reihe bevorstehender Gesetzesentwürfe, welche auch Einfluss auf die Rechtsstellung und den Alltag von Pflegekindern und -familien haben werden. Gelobt wurde u. a. der bessere Schutz von Pflegekindern vor einer ungerechtfertigten Herausnahme aus der Pflegefamilie. Kritisiert wurde u. a. die fehlende Möglichkeit des Beschwerdewegs von Pflegeeltern. Auch bleiben noch wichtige Punkte u. a. zu Adoptionsthemen unbeantwortet. Insgesamt bewerten wir die zu erwartenden Änderungen für Pflegefamilien als tendenziell positiv, nicht zuletzt auch, weil wir eine positive Haltung der ministeriellen Ebene zum Pflegekindschaftsrecht wahrnehmen. Pflegefamilien werden nun auch im BGB nicht mehr [...]

Berliner Gesetzesänderungen für Pflegekinder sollen über Bundesregelungen hinausgehen!

Positive Meldungen aus der Pflegekinderhilfe sind rar, daher berichten wir mit Freude auch über vielversprechende Entwicklungen, heute aus der Hauptstadt. Der aktuelle Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Berliner Kinder- und Jugendhilfe (sogenanntes Jugendhilfe-, Familien- und Jugendfördergesetz) sieht vor: Zukünftig ist bei der Prüfung für eine Unterbringung des Kindes die Möglichkeit eines Pflegeverhältnisses gegenüber einer stationären Wohngruppenunterbringung in Vorrang zu stellen (Einfügung in § 25 Abs. 1 Satz 2). Zudem ist mit Volljährigkeit des Kindes vom Jugendamt sicherzustellen, dass es zu keinem Hilfeabbruch für den jungen Erwachsenen kommt, solange weiterhin ein Jugendhilfebedarf besteht (neuer Absatz 3a in § 25). Beide Gesetzesänderungen gehen über eher allgemeine Bundesregelungen im SGB VIII hinaus und stärken [...]

Hamburg: Bessere Rahmenbedingungen zeigen Wirkung!

Radio Hamburg berichtet in einem Artikel vom 15.06.2026, dass in Hamburg die Zahl der Pflegekinder steigt und ein wichtiger Grund dafür verbesserte Rahmenbedingungen für Pflegefamilien sind. Zusätzliche finanzielle Unterstützung und bessere Förderung machen es mehr Menschen möglich, Kinder aufzunehmen, insbesondere in der Bereitschaftspflege. Trotzdem bleibt der Bedarf an Pflegefamilien weiterhin hoch.

Weitere Gesetzesänderungen im Familienrecht erwartet – PFAD ist mit dabei!

Bereits seit mehreren Jahren gibt es bundesweite Bestrebungen für ein Kindschaftsmodernisierungsgesetzes (KiMoG), welches auch Einfluss auf die Rechtsstellung von Adoptiv- und Pflegeeltern sowie der bei ihnen lebenden jungen Menschen haben wird. Auf Grundlage eines im Mai verabschiedeten Referentenentwurfs des Bundes wurden die Änderungen und Neufassungen heute am 15.06.2026 im Bundesjustizministerium diskutiert. Über 80 Teilnehmer*Innen aus 50 Verbänden folgten der Einladung zur digitalen Verbändeanhörung, bei welcher natürlich auch der PFAD Bundesverband vertreten war. Neben Änderungen zur Stärkung des Kindeswohls und dem Schutz vor häuslicher Gewalt wurden heute auch zentrale Themen der Adoptions- und Pflegekinderhilfe diskutiert. Wir sehen das Recht von Eltern und jungen Menschen gestärkt, z.B. durch die Ausdifferenzierung des Begriffs [...]

PFAD: Wir wollen nicht wieder von vorne anfangen!

Einbezug der vorliegenden Expertisen zur Pflegekinderhilfe in die Reformmaßnahme des BMBFSFJ – JETZT! Auf Einladung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend war auch der PFAD Bundesverband am 01.06.2026 in Berlin zum großen Pflegekinderhilfe-Austausch vor Ort. Es wurden in mehreren Arbeitsgruppen wichtige Herausforderungen und Lösungsansätze aus dem Kreis der Expert*innen der Pflegekinderhilfe identifiziert. Dazu gehörten der flächendeckende Ausbau der Beratungsangebote für Pflege- und Herkunftseltern sowie Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten von Pflegekindern, aber auch finanzielle Themen wie das Elterngeld für die finanzielle Absicherung von Pflegeeltern. Die beiden PFAD Fachreferent*innen Simon Hilmes M.A. und Dr. Carmen Thiele mit Regierungsdirektorin Dr. Carolin Söfker (BMBFSFJ - Leiterin des Referats 612,Recht der Kinder- [...]

PFAD Stellungnahme zum Entwurf des 1. KJHSRG

Um die Reform der inklusiv ausgestalteten Kinder- und Jugendhilfe hin zu einer Zuständigkeit für alle Kinder wie geplant bis zum 1.1.2028 umsetzen zu können, wird dieser Schritt politisch schon über drei Legislaturperioden hinweg verfolgt. Nachdem die Umsetzung im letzten Jahr mit dem Bruch der Ampel-Koalition zum Erliegen kam, werden nach dieser langen Zeit nun hohe Erwartungen an dieses Gesetz geknüpft. Am 23.03.2026 legte das BMBFSFJ nun seinen Referentenentwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform (1. KJHSRG) den Fachverbänden der Kinder- und Jugendhilfe vor. Der PFAD Bundesverband griff diese Möglichkeit natürlich gerne auf und verfasste dazu eine kritische Stellungnahme.

Destatis: Zahl junger Menschen in Heimen und Pflegefamilien 2024 weiter gestiegen

134 000 junge Menschen in Heimen und 87 500 in Pflegefamilien Mit insgesamt rund 221 500 Betroffenen 3 % mehr als 2023 Herkunftsfamilien: Eltern in fast jedem zweiten Fall alleinerziehend WIESBADEN – Im Jahr 2024 wurden bundesweit rund 134 000 junge Menschen in einem Heim und knapp 87 500 in einer Pflegefamilie betreut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wuchsen damit zusammen rund 221 500 Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene zumindest zeitweise außerhalb der eigenen Familie auf. Gegenüber 2023 ist die Zahl der Betroffenen um 3 % oder rund 7 000 Fälle gestiegen. Nach fünf Jahren Rückgang war dies bereits der zweite Anstieg in Folge (2023: +4 %). Ein Grund für die erneute Zunahme sind die Entwicklungen rund um ehemals unbegleitet eingereiste Minderjährige: Nach einer vorübergehenden Inobhutnahme durch [...]

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