Kindeswohlgefährdung

Kindeswohlgefährdungen auf neuem Höchststand: Fallzahl binnen fünf Jahren um 31 % gestiegen

Jugendämter melden für 2024 rund 72 800 Kindeswohlgefährdungen Behörden prüften im Vorfeld fast 239 400 Verdachtsmeldungen Vernachlässigungen und psychische Misshandlungen besonders häufig WIESBADEN – Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in Deutschland hat das dritte Mal in Folge einen neuen Höchststand erreicht: Im Jahr 2024 stellten die Jugendämter in Deutschland bei rund 72 800 Kindern oder Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung durch Vernachlässigung, psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt fest. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg die Zahl der Kindeswohlgefährdungen damit binnen fünf Jahren um fast ein Drittel (+31 %) oder 17 300 Fälle. Im Jahr 2019 – dem Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie – hatte das Niveau noch bei rund 55 500 Kindeswohlgefährdungen [...]

Von |2025-12-18T21:32:43+01:0015. Dezember 2025|Fachkräfte, Jugendhilfe, Statistik|

Kinderschutz: Rund 69 500 Kinder und Jugendliche im Jahr 2024 vom Jugendamt in Obhut genommen

Weniger Inobhutnahmen durch unbegleitete Einreisen (-22 %), aber mehr durch dringende Kindeswohlgefährdungen (+10 %) und Selbstmeldungen (+10 %) Größter Anstieg bei körperlichen Misshandlungen und Vernachlässigungen Eine Maßnahme dauerte im Schnitt gut zwei Monate – fast zwei Wochen mehr als 2023 WIESBADEN – Die Jugendämter in Deutschland haben im Jahr 2024 rund 69 500 Kinder oder Jugendliche zu ihrem Schutz vorübergehend in Obhut genommen. Das waren gut 5 100 Jungen und Mädchen weniger als im Jahr zuvor (-7 %). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist damit die Zahl der Schutzmaßnahmen erstmals wieder zurückgegangen, nachdem sie zuvor drei Jahre in Folge angestiegen war. Zurückzuführen ist der Rückgang auf die Entwicklung [...]

Von |2025-07-28T20:31:36+02:0028. Juli 2025|Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

Bayern: 21 742 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls im Jahr 2024

In 13 165 Fällen wird eine Kindeswohlgefährdung oder Hilfebedarf festgestellt Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik melden die Jugendämter in Bayern insgesamt 21 742 Gefährdungseinschätzungen für Kinder und Jugendliche. In 5 431 Fällen wird eine Kindeswohlgefährdung festgestellt, diese wird in 2 977 Fällen als akut und in 2 454 Fällen als latent eingestuft. Bei 7 734 Gefährdungseinschätzungen wird keine Kindeswohlgefährdung, jedoch Hilfebedarf festgestellt. In 8 577 Fällen kann weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Hilfebedarf ermittelt werden. Schweinfurt. In Bayern werden in 2024 insgesamt 21 742 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durchgeführt. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen sind häufig im Alter von 6 bis unter 10 Jahren (25,5 [...]

Von |2025-07-09T18:01:09+02:009. Juli 2025|Bayern, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

Bayern: 3 202 gerichtliche Maßnahmen aufgrund von Kindeswohlgefährdung 2024 durch Familiengerichte eingeleitet

In 1 901 Fällen wird eine vollständige oder teilweise Entziehung der elterlichen Sorge angeordnet Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik werden in 2024 insgesamt 3 202 gerichtliche Maßnahmen aufgrund einer Gefährdung des Kindeswohls durch Familiengerichte eingeleitet. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen sind häufig 6 bis unter 14 Jahre alt und überwiegend männlich. In 1 901 Fällen erfolgt eine vollständige oder teilweise Anordnung der Vormundschaft bzw. Pflegschaft durch ein Jugendamt oder Dritte. Schweinfurt. In 2024 werden in Bayern – basierend auf 2 412 Anrufungen des Familiengerichts aufgrund von Kindeswohlgefährdung – 3 202 gerichtliche Maßnahmen1 eingeleitet. Im Vorjahr lag die Zahl der angeordneten Maßnahmen bei 3 103. Die Maßnahmen betreffen im [...]

Von |2025-07-10T13:56:21+02:003. Juli 2025|Bayern, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

NRW: Mehr als 16 000 Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen im Jahr 2023

Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein-Westfalen hat es im Jahr 2023 mindestens 16 306 Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen gegeben. Inobhutnahmen nach § 42 SGB VIII werden vom Jugendamt durchgeführt, wenn ein unmittelbares Handeln zum Schutz von Minderjährigen in Eil- und Notfällen als geboten erscheint. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag die Zahl der von den Jugendämtern gemeldeten Inobhutnahmen auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr zuvor (2022: 16 546). Da jedoch einige Jugendämter für das Jahr 2023 keine oder nur unvollständige Daten melden konnten, ist davon auszugehen, dass die Fallzahl im letzten Jahr tatsächlich höher ausfiel. Ursächlich für die fehlenden bzw. unvollständigen Meldungen ist ein Cyberangriff bei [...]

Bayern: Zahl der Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche im Jahr 2023 steigt

In Bayern wurden im Jahr 2023 insgesamt 5 545 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche durchgeführt. In 72,5 Prozent der Fälle handelte es sich hierbei um männliche Minderjährige. Laut Bayerischem Landesamt für Statistik waren im Jahr 2023 die unbegleitete Einreise Minderjähriger aus dem Ausland (3 000) und die Überforderung der Eltern/eines Elternteils in 1 205 Fällen die häufigsten Anlässe für eine Schutzmaßnahme. Schweinfurt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden 2023 in Bayern insgesamt 5 545 vorläufige Schutzmaßnahmen nach §42 SGB VIII bzw. §42a SGB VIII durchgeführt. Im Vergleich zum Jahr 2022 mit 4 917 Maßnahmen ist hier im Jahr 2023 ein Anstieg zu verzeichnen1. Betroffen sind insgesamt 4 [...]

Von |2024-11-21T10:26:52+01:0021. November 2024|Bayern, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

Destatis: Seit 2017 erstmals wieder mehr junge Menschen in Heimen und Pflegefamilien

WIESBADEN – Im Jahr 2023 wurden in Deutschland rund 128 000 junge Menschen in einem Heim und weitere rund 87 000 in einer Pflegefamilie betreut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wuchsen damit etwa 215 000 Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene - zumindest zeitweise - außerhalb der eigenen Familie auf. Das waren rund 7 500 oder 4 % mehr als im Jahr zuvor. Damit ist die Zahl der Betroffenen erstmals seit 2017 wieder gestiegen, nachdem sie zwischen 2018 und 2022 um zusammen rund 33 000 Fälle zurückgegangen war. Der Anstieg ist fast ausschließlich auf unbegleitet eingereiste Minderjährige zurückzuführen, die – nach einer vorübergehenden Inobhutnahme durch die Jugendämter – verstärkt in [...]

Von |2024-11-20T22:33:59+01:0020. November 2024|Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Statistik|

Hessen: Zahl der Kindeswohlgefährdungen auf neuem Höchststand

Die Jugendämter in Hessen haben im Jahr 2023 rund 17 770 Gefährdungseinschätzungen durchgeführt. Das waren 7 Prozent mehr als im Vorjahr. In gut jedem dritten Fall (35 Prozent) stellten sie eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung fest. Das entsprach insgesamt 6 200 Fällen und war ein neuer Höchststand. 2022 hatte es mit insgesamt 5 600 Fällen noch 10 Prozent weniger festgestellte Kindeswohlgefährdungen in Hessen gegeben. In 47 Prozent der Fälle von Kindeswohlgefährdung stellten die Jugendämter im Jahr 2023 psychische Misshandlungen, in 48 Prozent Vernachlässigung, in 29 Prozent körperliche Misshandlungen und in 5 Prozent Anzeichen sexueller Gewalt fest. Knapp die Hälfte (46 Prozent) aller Gefährdungseinschätzungen betrafen Kinder unter sieben Jahren. In 705 [...]

Von |2024-11-26T13:08:53+01:0014. Oktober 2024|Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

Bayern: Über 20 000 Gefährdungseinschätzungen für Kinder und Jugendliche im Jahr 2023

Die Bayerischen Jugendämter melden im Jahr 2023 insgesamt 20 295 Gefährdungseinschätzungen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik liegt in 2 621 Fällen eine akute und in 2 202 Fällen eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Bei 7 285 Gefährdungseinschätzungen wird keine Kindeswohlgefährdung, jedoch Hilfebedarf festgestellt. In 8 187 Fällen wird weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Hilfebedarf ermittelt. Schweinfurt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, werden in Bayern im Jahr 2023 insgesamt 20 295 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durchgeführt. Betroffen sind 10 584 Jungen und 9 711 Mädchen. Insgesamt ergeben 2 621 Gefährdungseinschätzungen (12,9 Prozent) eine akute und 2 202 (10,9 Prozent) eine latente Kindeswohlgefährdung. Dabei sind Anzeichen [...]

Von |2024-09-11T14:03:29+02:0010. September 2024|Bayern, Fachkräfte, Jugendhilfe, Statistik|

Zahl der Kindeswohlgefährdungen im Jahr 2023 auf neuem Höchststand

WIESBADEN – Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in Deutschland hat im Jahr 2023 einen neuen Höchststand erreicht: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stellten die Jugendämter bei mindestens 63 700 Kindern oder Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung durch Vernachlässigung, psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt fest. Das waren rund 1 400 Fälle oder 2 % mehr als im Jahr zuvor. Da einige Jugendämter für das Jahr 2023 keine Daten melden konnten, ist aber sicher, dass der tatsächliche Anstieg noch deutlich höher ausfiel: Werden für die fehlenden Meldungen im Jahr 2023 die Ergebnisse aus dem Vorjahr hinzugeschätzt (+3 300 Fälle), liegt der Anstieg der Kindeswohlgefährdungen gegenüber dem Vorjahr bei 4 700 Fällen oder 7,6 %. [...]

Von |2024-09-13T11:56:29+02:006. September 2024|Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|
Nach oben