Archiv für den Monat: Juni 2026

Die KAD-WAVE Community-Umfrage für erwachsene Adoptierte startet jetzt!

Wurdest Du zwischen 1960 und 2000 aus dem Ausland nach Deutschland adoptiert? Dann laden wir Dich herzlich ein, an der Umfrage unseres Kooperationspartners KAD teilzunehmen. Koreanische Adoptierte Deutschland e.V. (KAD) ist ein Verein von und für Menschen, die aus dem Ausland nach Deutschland adoptiert wurden. Es geht um Aufwachsen, Herkunft, Identität, Aktenzugang, Unterstützung und Aufarbeitung. Auch wenn Deine Adoption heute kaum eine Rolle spielt oder Du Dich bisher wenig damit beschäftigt hast: Deine Perspektive ist wichtig. Die Teilnahme ist freiwillig, dauert etwa 20 Minuten und erfolgt ohne Namensangabe. Du kannst Fragen überspringen, pausieren und später weitermachen. Bitte teile den Aufruf gerne mit auslandsadoptierten Menschen, Gruppen, Netzwerken und Beratungsstellen. Das Team [...]

Von |2026-06-23T18:39:42+02:0027. Juni 2026|Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung|

Berliner Gesetzesänderungen für Pflegekinder sollen über Bundesregelungen hinausgehen!

Positive Meldungen aus der Pflegekinderhilfe sind rar, daher berichten wir mit Freude auch über vielversprechende Entwicklungen, heute aus der Hauptstadt. Der aktuelle Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Berliner Kinder- und Jugendhilfe (sogenanntes Jugendhilfe-, Familien- und Jugendfördergesetz) sieht vor: Zukünftig ist bei der Prüfung für eine Unterbringung des Kindes die Möglichkeit eines Pflegeverhältnisses gegenüber einer stationären Wohngruppenunterbringung in Vorrang zu stellen (Einfügung in § 25 Abs. 1 Satz 2). Zudem ist mit Volljährigkeit des Kindes vom Jugendamt sicherzustellen, dass es zu keinem Hilfeabbruch für den jungen Erwachsenen kommt, solange weiterhin ein Jugendhilfebedarf besteht (neuer Absatz 3a in § 25). Beide Gesetzesänderungen gehen über eher allgemeine Bundesregelungen im SGB VIII hinaus und stärken [...]

NRW: Inobhutnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen 2025 um rund 18 % gesunken

Fast 14.200 Inobhutnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen 2025 Rund 44 % weniger Inobhutnahmen aufgrund unbegleiteter Einreise aus dem Ausland Zahl regulärer Inobhutnahmen dagegen leicht gestiegen – Jungen um 10 % weniger, Mädchen dagegen 12 % häufiger betroffen als im Vorjahr Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2025 haben die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen fast 14.200 Inobhutnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vorgenommen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das rund 18 % weniger Schutzmaßnahmen als im Jahr 2024. Damals waren es rund 17.300 gewesen. Damit sank die Zahl der Inobhutnahmen erstmals seit dem Jahr 2021 wieder unter 16.000 Fälle. Die Jugendämter nehmen Inobhutnahmen vor, wenn ein [...]

Von |2026-06-23T11:58:45+02:0023. Juni 2026|Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Statistik|

Thüringen: Anzahl der Adoptionen im Jahr 2025 weiter rückläufig

Im Jahr 2025 wurden in Thüringen 33 Jungen und 32 Mädchen adoptiert. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik entsprachen die insgesamt 65 Adoptionen einem Rückgang um 12 Verfahren bzw. 15,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024. Damit lag der Wert unter dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre von rund 94 Verfahren und bildete einen neuen Tiefststand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1993. Rund die Hälfte (37 Kinder bzw. 56,9 Prozent) der adoptierten Kinder war unter 3 Jahren alt, 9 Kinder (13,8 Prozent) waren im Alter zwischen 3 und unter 6 Jahren, 8 Kinder (12,3 Prozent) zwischen 6 und unter 12 Jahren und weitere 11 Kinder bzw. Jugendliche (16,9 [...]

Von |2026-06-22T10:53:02+02:0020. Juni 2026|Adoptivfamilie, Statistik, Thüringen|

Brandenburg: Rückgang der Inobhutnahmen in 2025

Im Jahr 2025 wurde die Zahl der Inobhutnahmen in Brandenburg auf insgesamt 1.753 Fälle gesenkt, was einem Rückgang von 15,3 % entspricht. Die Mehrheit der Maßnahmen (1.018 Fälle) war auf eine dringende Kindeswohlgefährdung zurückzuführen. Weitere 426 Kinder und Jugendliche wurden aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland in Schutz genommen. Die Altersgruppe der 14- bis unter 18-jährigen Jugendlichen war mit 59 % am häufigsten vertreten. In 24 % der Fälle veranlasste die Schutzmaßnahme die Polizei, das Gericht bzw. die Staatsanwaltschaft und in 22 % der Fälle wurde das Kind bzw. der Jugendliche selbst aktiv und regte die Maßnahme an.

Von |2026-06-23T13:11:49+02:0019. Juni 2026|Brandenburg, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

Berlin: Rückgang der Inobhutnahmen in 2025

Im Jahr 2025 verzeichnete Berlin mit insgesamt 3.298 Inobhutnahmen von Kindern und Jugendliche einen Rückgang von 30,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Wegen dringender Kindeswohlgefährdung erfolgte die Inobhutnahme für 1.343 Kinder und Jugendliche und aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland wurden 1.553 Kinder und Jugendliche vorläufig in Schutz genommen. Mit einem Anteil von 72 % bildeten die 14- bis unter 18-Jährigen die am stärksten vertretene Altersgruppe. Die Schutzmaßnahmen wurden zu 28 % durch soziale Dienste oder das Jugendamt initiiert. In 34 % der Fälle ging der Anstoß unmittelbar vom betroffenen Kind oder Jugendlichen aus. Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vom 19.06.2026

Von |2026-06-23T13:07:19+02:0019. Juni 2026|Berlin, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik|

Hamburg: Bessere Rahmenbedingungen zeigen Wirkung!

Radio Hamburg berichtet in einem Artikel vom 15.06.2026, dass in Hamburg die Zahl der Pflegekinder steigt und ein wichtiger Grund dafür verbesserte Rahmenbedingungen für Pflegefamilien sind. Zusätzliche finanzielle Unterstützung und bessere Förderung machen es mehr Menschen möglich, Kinder aufzunehmen, insbesondere in der Bereitschaftspflege. Trotzdem bleibt der Bedarf an Pflegefamilien weiterhin hoch.

Weitere Gesetzesänderungen im Familienrecht erwartet – PFAD ist mit dabei!

Bereits seit mehreren Jahren gibt es bundesweite Bestrebungen für ein Kindschaftsmodernisierungsgesetzes (KiMoG), welches auch Einfluss auf die Rechtsstellung von Adoptiv- und Pflegeeltern sowie der bei ihnen lebenden jungen Menschen haben wird. Auf Grundlage eines im Mai verabschiedeten Referentenentwurfs des Bundes wurden die Änderungen und Neufassungen heute am 15.06.2026 im Bundesjustizministerium diskutiert. Über 80 Teilnehmer*Innen aus 50 Verbänden folgten der Einladung zur digitalen Verbändeanhörung, bei welcher natürlich auch der PFAD Bundesverband vertreten war. Neben Änderungen zur Stärkung des Kindeswohls und dem Schutz vor häuslicher Gewalt wurden heute auch zentrale Themen der Adoptions- und Pflegekinderhilfe diskutiert. Wir sehen das Recht von Eltern und jungen Menschen gestärkt, z.B. durch die Ausdifferenzierung des Begriffs [...]

Aktionstag-Wettbewerb

50 Jahre PFAD: Zeigt, was eure Selbsthilfegruppe bewegen – und gewinnt besondere Erlebnisse für eure Gemeinschaft! Seit 50 Jahren engagieren sich Pflege- und Adoptivfamilien in Selbsthilfegruppen füreinander. Dieses besondere Jubiläum möchten wir feiern – und gleichzeitig die Menschen sichtbar machen, die das Herzstück unserer Gemeinschaft bilden: die engagierten Gruppen vor Ort. Deshalb startet der PFAD Bundesverband den Aktionstag-Wettbewerb 2026! Ihr organisiert Begegnungen für Familien, schafft Austauschmöglichkeiten, bietet Unterstützung in schwierigen Situationen oder habt kreative Projekte auf die Beine gestellt? Dann zeigt uns, was eure Selbsthilfegruppe ausmacht – und sichert euch die Chance auf außergewöhnliche Gewinne für eure Gemeinschaft. Euer Engagement verdient Aufmerksamkeit In ganz [...]

Bayern: Zahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche sinkt im Jahr 2025 auf 5.017

In den meisten Fällen Inobhutnahme wegen dringender Kindeswohlgefährdung Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik werden im Jahr 2025 5 017 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche verzeichnet. Betroffene sind größtenteils 16 Jahre oder älter und männlich. Schweinfurt. Im Jahr 2025 werden in Bayern 5 017 vorläufige Schutzmaßnahmen nach § 42 SGB VIII bzw. § 42a SGB VIII durchgeführt (2024: 5708 Schutzmaßnahmen1)). In 2 552 Fällen findet eine Inobhutnahme wegen dringender Kindeswohlgefährdung statt. In 1 648 Fällen handelt es sich um eine Inobhutnahme unbegleiteter Minderjähriger bei der Einreise aus dem Ausland. Weniger häufig werden Inobhutnahmen durchgeführt aufgrund des eigenen Wunsches eines Kindes oder Jugendlichen (817 Fälle). Grund2)  für eine vorläufige [...]

Von |2026-06-11T19:05:02+02:0012. Juni 2026|Bayern, Kinderschutz, Statistik|
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