Autor*in: Vivian Mary Pudelko
Herausgeber: Kremayr & Scheriau
Erscheinungsdatum: 2025
ISBN: 978-3-2180-1487-8
Seitenzahl: 205
Stark sein und trotzdem verletzlich bleiben, um nicht hart zu werden: Die Musiktherapeutin Vivian Mary Pudelko hilft den Leser*innen ihres Ratgebers, eigene Antworten zu finden auf herausfordernde Erfahrungen und unvorhersehbare Ereignisse. Nachdem sie den Entschluss gefasst hatte, ein Buch über Resilienz zu schreiben, ereigneten sich in ihrer Familie kurz nacheinander vier Todesfälle. Das Leben lieferte der alleinerziehenden Mutter reichlich Stoff und Gelegenheiten, sich intensiv mit der Frage zu beschäftigen, was die persönliche Widerstandskraft ausmacht und erhält.
Die Resilienzforschung zeige, dass wir wichtige Erkenntnisse und Strategien aus dem Stress ziehen, den unvorhersehbare Ereignisse, z.B. Verluste, Trennungen, Abbrüche im Leben mit sich bringen. Mit Blick auf elf wissenschaftlich nachgewiesene Schutzfaktoren von Resilienz und selbst durchlebte Grenzsituationen arbeitet sie die stärkenden Aspekte, Verhaltensweisen, Denkmuster und Ressourcen heraus, die uns bei großen Belastungen psychisch gesund halten und uns dabei helfen, widrige Umstände und die Vielzahl an Verletzungen, denen wir im Lauf der Zeit ausgesetzt sein können, langfristig in unser Leben zu integrieren. Handlungsimpulse am Ende jedes Abschnitts laden zum Üben und Ausprobieren ein. Resilienz sei kein Leistungs- oder Selbstoptimierungsprinzip und bedeute nicht Unverwundbarkeit, sondern Aufmerksamkeit für die eigenen Grenzen aber auch für das Schöne und Bereichernde in unserer Umgebung und in unserem Inneren, Offenheit für das Unwägbare, Traurige und Kraftvolle, vor allem für die Kostbarkeit des Lebens.
„Was heißt es überhaupt, stark zu sein? Der beste Maßstab für unsere Stärke sind am Ende immer noch wir selbst.“ Ein Ratgeber voller hilfreicher, stärkender Gedanken und ermutigender Denkanstöße für Menschen in Orientierungsphasen, Umbruchsituationen und belastenden Lebenssituationen, für Eltern von kleinen Kindern und Jugendlichen, pflegende Angehörige, Trauernde.

Dr. Margit Huber
Rezension von Margit Huber