Bayerischer Verdienstorden für PFAD Vorsitzende Frau Dagmar Trautner

ImageUnsere PFAD Bundesvorsitzende und langjährige Vorsitzende des PFAD FÜR KINDER Landesverbandes Bayern, Frau Dagmar Trautner, wurde heute mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Diesen höchsten Verdienstorden des Freistaates Bayern verlieh ihr Ministerpräsident Horst Seehofer im Rahmen eines festlichen Empfanges in München als Zeichen "ehrender und dankbarer Anerkennung für hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und das bayerische Volk".

Frau Trautner erhält die Auszeichnung für ihr langjähriges Engagement für Pflege- und Adoptivkinder und ihre Familien.

Wir freuen uns und gratulieren sehr herzlich!

Foto: Bayerische Staatskanzlei

 

Würdigung:

Seit den Anfängen der Organisation von Pflege- und Adoptivfamilien vor fast 30 Jahren, setzt sich Frau Dagmar Trautner aktiv für die Belange von Pflege- und Adoptivkindern und ihren Familien ein. Nachdem ihre eigenen Pflege- und leiblichen Kinder erwachsen waren, verstärkte sie ihr verbandliches Engagement noch und ist neben ihrer Vollzeit-Erwerbstätigkeit als Personalkauffrau sowohl auf kommunaler, als auch auf Landes- und Bundesebene ehrenamtlich in verantwortlichen Positionen tätig.

Als Vorsitzende des Ortsvereins PFAD FÜR KINDER Rosenheim hält sie seit vielen Jahren gute Kontakte zu den Jugendämtern des Landkreises, der Stadt Rosenheim sowie den Sozialarbeiterinnen des Sozialraumes. Durch ihr großes fachliches Wissen und ihren reichen Erfahrungsschatz ist sie eine große Stütze bei fachlichen und familiären Schwierigkeiten. Sie hat stets ein offenes Ohr und viel Geduld, wenn ihr Rat von Pflege- und Adoptiveltern oder Fachkräften gefragt ist. Auch ist sie bereit die Pflegeeltern bei Schwierigkeiten zu den Ämtern zu begleiten und bei Problemen zu vermitteln. Ihr ist die intensive Begleitung von Familien, die „fremden Kindern“ ein Heim bieten, sehr wichtig und zwar von der Aufnahme eines Kindes bis zur Rückkehr ins Elternhaus oder dem Beginn eines selbständigen Lebens und darüber hinaus. Dies gilt für sie gleichermaßen für Pflege- wie auch für Adoptivfamilien. So fördert der Ortsverein Rosenheim auch eine Gruppe von erwachsenen Adoptierten.

Viel Zeit nimmt ihre Arbeit für den PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern in Anspruch. Seit seiner Gründung engagiert sich Frau Trautner im Landesverband Bayern in unterschiedlichen Ämtern. Seit 1999 trägt sie als Erste Vorsitzende die Verantwortung für den größten deutschen Landesverband von PFAD. Sehr erfolgreich verfolgt sie den flächendeckenden Aufbau von qualifizierten Selbsthilfestrukturen für Pflege- und Adoptivfamilien in ganz Bayern. Dabei ist ihr der gute Kontakt zur Jugendhilfe sehr wichtig, um von Anfang an eine konstruktive partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Pflege- und Adoptivfamiliengruppen und -vereinen gewährleisten zu können.
Mit vielfältigen Angeboten möchte sie sowohl Pflege- und Adoptivfamilien und Bewerber, als auch Fachkräfte der öffentlichen und freien Jugendhilfe, Verantwortliche aus Justiz, Medizin, Bildung, Sozialforschung und –lehre und politische Entscheidungsträger erreichen, um die Chancen von Pflege- und Adoptivkindern auf eine gute Entwicklung zu verbessern.

Die guten Kontakte von PFAD Bayern zum bayerischen Sozialministerium und Landesjugendamt führten in ihrer Amtszeit zu für Bayern maßgeblichen Forschungsprojekten und Publikationen im Bereich Pflegekinderhilfe, die bundesweit Beachtung finden. Vorausschauend koordiniert und plant sie die praxisnahen und bedarfsgerechten Angebote des Verbandes und sucht sie stetig zu verbessern. Ergänzend zu den von den Kommunen und PFAD-Ortsgruppen vorgehaltenen Fortbildungsangeboten, bietet der PFAD FÜR KINDER LV Bayern kontinuierlich eigene überregionale Qualifizierungsmöglichkeiten für Pflege- und Adoptiveltern und Fachkräfte der Jugendhilfe und innovative Ausbildungsmöglichkeiten.

Fortbildung und Information, Austausch und Vernetzung sind Frau Trautner ein großes Anliegen. Sie tritt ein für die Förderung des gegenseitigen Verstehens und der gegenseitigen Achtung aller Beteiligten im Pflegekinderwesen und Adoptionsbereich. Nicht zuletzt plädiert sie auch für einen respektvollen Umgang mit der Herkunftsfamilie und der Lebensgeschichte der Kinder als entscheidende Faktoren für gelingende Pflegeverhältnisse. Für unverzichtbar hält sie insbesondere eine ausreichende Vorbereitung und kontinuierliche Fortbildung von Pflege- und Adoptivfamilien, denen zunehmend problembelastete Kinder anvertraut werden, und unterstützt dies beispielsweise durch die Entwicklung von Standards. Sie setzt sich ein für die Anerkennung der Leistung von Pflege- und Adoptivfamilien für die Kinder und für die Gesellschaft.

Nach einer Krise des PFAD Bundesverbandes war Dagmar Trautner 2007 bereit auch hier den Vorsitz zu übernehmen und mit Hilfe ihrer langjährigen verbandlichen und fachlichen Erfahrungen zum Erhalt und Ausbau des etablierten Fach- und Interessenverbandes der Pflege- und Adoptivfamilien in Deutschland beizutragen.

Durch Nutzung zeitgemäßer Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten möchte sie den Verbandsaktiven, den angeschlossenen Landesverbänden und Mitgliedern und allen am Wohl von Pflege- und Adoptivkindern Interessierten Unterstützung, Beratung und Information bieten. Sie etabliert PFAD als modernen serviceorientierten Verband, der sich als Lobby für Kinder und Jugendliche versteht, die zeitweise oder auf Dauer nicht in ihren leiblichen Familien aufwachsen können. Sie setzt sich beständig ein für eine angemessene soziale Absicherung der betreuenden Pflegepersonen. Frau Trautner möchte eine Stärkung der Bedeutung des Pflegekinderwesens im Spektrum der Jugendhilfe und im Bewusstsein von Politikern erreichen, nicht nur als kostengünstigere Alternative zur Heimerziehung in Zeiten leerer Kassen, sondern als die in der Regel bessere Chance für Kinder, durch das Angebot neuer verlässlicher lebenslanger Bindungen, die Aufarbeitung von seelischen Verletzungen und eine liebevolle Förderung einen positiven Lebensweg gehen zu können.

Frau Trautner widmet PFAD nahezu ihre gesamte Freizeit. Bei all ihrer Bescheidenheit und Zurückhaltung trägt sie maßgeblich Verantwortung für die Entwicklung eines gesellschaftlich wichtigen Bereichs bürgerlichen Engagements. Ihr langjähriger und außerordentlicher Einsatz, ihr ausgezeichnetes Fach- und Erfahrungswissen und ihre menschlichen Qualitäten verdienen Anerkennung.
 
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